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Sándor, Iván


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Élet és Irodalom - Ungarn | 12.03.2010

Iván Sándor über ideologische Mängel der ungarischen Parteien

Eine Bestandsaufnahme des ideologischen Zustands der ungarischen Parteien unternimmt der Schriftsteller Iván Sándor in der liberalen Wochenzeitung Élet és Irodalom: "Das große Problem der regierenden Ungarischen Sozialistischen Partei liegt darin, dass sie ... ähnlich wie andere europäische Linksparteien unter den Gegebenheiten der Marktwirtschaft weder eine ideologische Richtschnur, noch einen Bewegungsspielraum, noch eine gesellschaftliche Basis gefunden hat. ... Die Gründe für den Zerfall der liberalen Freien Demokraten wiederum sind in jener Vergangenheit zu suchen, als freiheitliches Denken bloß ein geistig-ethischer Wert war und nur von einer dünnen Schicht von Intellektuellen repräsentiert wurde. ... Der oppositionelle Fidesz hat sich über den Identitätsmangel mit viel Akrobatik hinweggesetzt. Die Partei hat jene populistische Tradition integriert, die sowohl in der Vergangenheit als auch heute zum Erstarken des Rechtsradikalismus beigetragen hat. ... Das Paradoxon der künftigen Regierungspartei Fidesz liegt darin, dass sie zum einen das Land in die 'Zukunft' führen will, zum anderen jedoch nicht mit den dunklen Kapiteln der ungarischen Geschichte des 20. Jahrhunderts abrechnet, die noch heute das politische Leben kontaminieren."

Élet és Irodalom - Ungarn | 15.08.2007

Direkte Demokratie als Helfer des Populismus?

Die ungarische Demokratie sei ernsthaft in Gefahr, hatte der Schriftsteller Péter Nádas vor einigen Wochen in einem Essay gewarnt. Der Schriftsteller Iván Sándor analysiert die Hintergründe: "Die Regierungsparteien achten die Spielregeln der Verfassung und der Demokratie, aber die größte Oppositionspartei [die rechtskonservative Fidesz] missachtet sie, macht durch rituelle Auftritte Politik auf der Straße und grenzt sich kaum von den Rechtsradikalen ab. Immer öfter wird die Einführung der direkten Demokratie gefordert, nicht als rechtsmäßige Kontrolle der Regierung, nicht als oppositionelle, auf das Versammlungsrecht basierende Aktion, sondern als Legitimierung populistischer Forderungen durch die Massen."

Élet és Irodalom - Ungarn | 09.01.2006

Die Zukunft Europas und des Romans

Der Schriftsteller Ivan Sandor behauptet in einem Essay, die Erneuerung Europas gehe mit der Erneuerung des Romans einher: "Auf seinem langen Weg ist Europa noch nie so weit gekommen wie 2004, als durch den Beitritt der zehn neuen EU-Mitgliedsstaaten ein neuer Zusammenschluss entstand. Die EU-Institutionen sind zwar weniger funktionsfähig, die Interessen der Mitgliedsstaaten kollidieren häufiger, aber das sind natürliche Folgen eines historischen Ereignisses... Wenn man etwas über die neue Situation in Europa erfahren will, sollte man sich nicht vom politischen Wirrwarr, der Ratlosigkeit der EU-Institutionen und den digitalen Simulationen der Wirklichkeit ablenken lassen. Man sollte die Situation der Menschen analysieren." Dafür, so Sandor, sei der Roman die geeignete Form.

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