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Savater, Fernando
In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Etwas Erasmus für Europa
Der Schriftsteller und Philosoph Fernando Savater schreibt in der Tageszeitung El País: "Neulich fragte mich ein ausländischer Journalist, was Europa meiner Meinung nach brauche. Ohne zu zögern ... antwortete ich: Erasmus. ... Ab und zu, so alle 50 Jahre, ist es unabdingbar, den großen Humanisten zu vermissen. ... Vor allem setzte er sich für den Traum eines vereinten Europas ein, aus dem die Nationalnamen - englisch, deutsch, französisch, spanisch ... - verschwinden würden, die uns 'dummerweise' trennen. Er geht sogar noch weiter und sagt in seiner Querela pacis [Klage des Friedens]: 'Die ganze Welt ist Vaterland für uns alle.' Was würde er wohl heute denken von einem Europa, das sich immer mehr in seine ausschließenden Privilegien einschließt, das die Einwanderer auswringt, so lange sie nützlich sind, und ihnen danach jegliche Rechte verweigert, ohne Gerichtsverhandlung einsperrt oder in die Ungewissheit verbannt? Das auf Druck der Arbeitgeberverbände Arbeitszeiten aus der Sklavenzeit akzeptiert? Die Barbaren kehren zurück, und wir vermissen Erasmus."
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Bernard-Henri Lévy hält Europa für ein Gegengift
Pedro Garcia Cuartango hat den französischen Philosoph Bernard-Henri Lévy gemeinsam mit dessen spanischem Kollegen Fernando Savater interviewt. Lévy sagt darin über Europa: "Der Unterschied zwischen Frankreich und Spanien besteht darin, dass die beiden Staaten unterschiedlich aufgebaut sind. In Frankreich gibt es den Jakobinismus... Das ist die Pest, die Tragödie der französischen Politik. Europa ist das Gegengift für den Jakobinismus. Und in Spanien ist Europa das richtige Gegengift gegen den Terrorismus, den Fundamentalismus, die Multinationalen, die Eta und die Gewalt. Allerdings nicht das faule Europa, das wir heute kennen, nicht dieses Europa, das immer nur 'warum nicht' sagt, dieses Europa des Markts oder des Euro. Ich denke vielmehr an ein Europa der Völker, an ein Europa der Rechtstaatlichkeit, des Antiterrorismus, der Aufklärung. An ein engagiertes Europa, das wir in den 1950er Jahre erlebt haben, das aber derzeit im Sterben liegt."
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Die Grenzen der politischen Toleranz in Spanien
Am 24. Mai finden in Navarra und im Baskenland Kommunalwahlen statt. Die seit 2003 verbotene baskische Separatistenpartei Batasuna versucht, indirekt daran teilzunehmen, indem sie andere Kandidaten unterstützt. Mehrere Kandidatenlisten wurden nun verboten. Der spanische Philosoph Fernando Savater fragt anlässlich dessen, wo die Grenzen der Toleranz liegen: "Man muss Intoleranz ebenso wie das Inakzeptable anprangern und es demokratisch bekämpfen... Der schwedische Schriftsteller Lars Gustaffson hat es gut auf den Punkt gebracht: 'Die Toleranz gegenüber der Intoleranz führt zu Intoleranz. Die Intoleranz gegenüber der Intoleranz führt zur Toleranz.'... Der wirkliche Feind der Toleranz ist der Fanatismus, nicht unbedingt der Fanatismus der Menschen, die wirklich überzeugt sind, sondern der Menschen, die andere zum Schweigen bringen, um ihre eigenen Zweifel zu bekämpfen."
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Fernando Savater über den Terror der Eta
Der spanische Philosoph Fernando Savater fragt, was die politischen Parteien des Baskenlands nach dem am 30. Dezember von der Eta verübten Attentat tun sollen. "All die Jahre haben wir versucht, im Baskenland Politik zu betreiben, trotz der Gewalt und der ständigen Einschüchterung der Bürger... Es wird Zeit, dass die Verfassungsanhänger sich weigern, am politischen Spiel teilzunehmen, und zwar so lange, wie es Terrorismus gibt. Keine Wahlen mehr, kein falscher Schein mehr, der einem weismachen will, alles sei normal, wo wir doch inmitten von Anormalität leben, oder der einem vorgaukelt, dass diejenigen, die aus der Situation einen Nutzen ziehen, genauso leiden wie ihre direkten Opfer. Es kann nicht sein, dass die Autonomie nur einigen wenigen nützt. Sie ist kein göttliches Recht, das ohne Gegenleistung oder Pflicht gegenüber dem Staat auskommt."
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