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Schäfer, Ulrich
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Abwrackprämie bringt nichts
Seit dem gestrigen Mittwoch sind die Gelder für die Umweltprämie in Deutschland aufgebraucht. Im Rahmen eines Konjunkturprogramms hatte die Regierung den privaten Kauf von Neuwagen mit insgesamt fünf Milliarden Euro subventioniert. Die linksliberale Süddeutsche Zeitung zweifelt an der Wirkung der Prämie: "Und so dürfte auch dem Abwrackaufschwung schon bald ein neuerlicher Absturz der Autoindustrie folgen. Denn jene Deutschen, die nun eilig ein neues Auto gekauft haben, hätten sich ja andernfalls in den nächsten Jahren einen anderen Wagen gegönnt; sie fallen als potentielle Käufer nun aus. Die Zahl der Autofabriken und Autohersteller ist aber so hoch wie eh und je. Überkapazitäten von gut 30 Prozent gebe es in der Autoindustrie weltweit, hatten Experten vor dem Abwrackhype gewarnt. ... Insofern hat die Abwrackprämie zwar ihren kurzfristigen Zweck erfüllt, aber die Krise der Autoindustrie ist damit keineswegs beseitigt. Im Gegenteil: Diese Krise wird in den nächsten Monaten umso deutlicher zu Tage treten und damit nicht nur den Herstellern zu schaffen machen, sondern auch der Politik. Die Zeit der großen Illusion ist vorbei."
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Opel ist überall
Wenn der deutsche Staat einem Unternehmen hilft, müsse er jedem helfen. Es gehe schließlich immer um Arbeitsplätze, schreibt die linksliberale Süddeutsche Zeitung zur Diskussion über Staatshilfen: "Die Krise bei Opel und seinem Mutterkonzern General Motors ist vor allem hausgemacht, also eine Folge falscher Produkte; sie wurde zudem dadurch beschleunigt, dass es seit Jahren zu viele Autohersteller auf der Welt gibt. Mit den Verwerfungen an den Finanzmärkten hat der Niedergang also wenig zu tun. Doch Opel besitzt vier Fabriken in vier Bundesländern - und damit ein gewisses Erpressungspotenzial. Am Ende dürfte die Regierung dem Druck nachgeben und - auch wenn sich der Bundeswirtschaftsminister noch sträubt - Milliarden bewilligen. Karl-Theodor zu Guttenberg ahnt wohl, dass der Staat sich gerade in eine gefährliche Zwangslage begibt: Wenn er einem Unternehmen hilft, muss er jedem helfen; wenn er in Rüsselsheim und Bochum Tausende von Jobs rettet, muss er dies anderswo ebenfalls tun. Opel ist dann überall."
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Streit um Staatshilfe für Opel
In Deutschland gibt es Forderungen an deutsche Politiker, den Autohersteller Opel zu verstaatlichen und aus dem hochverschuldeten US-Konzern General Motors herauszulösen. Das kommentiert die links-liberale Tageszeitung Süddeutsche Zeitung: "Ob die Rettung von Opel, bezahlt durch alle Steuerzahler, tatsächlich im Sinne der Gesellschaft wäre, ist zweifelhaft. Die Milliardenhilfen werden dort, wo Opel zu Hause ist, in Bochum, Eisenach oder Rüsselsheim, auf großen Beifall stoßen - aber die wenigsten Deutschen dürften bereit sein, höhere Steuern zu zahlen, um ein Industrieunternehmen nach dem anderen zu retten. Denn wer Opel hilft, muss auch Volkswagen, BMW oder Daimler helfen. Wer die Autokonzerne mit Milliarden rettet, muss auch die großen Zulieferer stützen. Wer Conti oder Schaeffler stützt, muss eigentlich auch den Maschinenbauern helfen, die die Fertigungsstraßen für die Autoindustrie liefern. Wer Banken rettet, kann dies noch damit begründen, dass andernfalls das gesamte Finanzsystem und damit die Wirtschaft zusammenbräche; bei Industriebetrieben, so groß sie auch sein mögen, zählt dieses Argument nicht."
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Gefährdet die Politik das Unternehmen Airbus?
Ulrich Schäfer findet es richtig, "dass Airbus jetzt handelt - und nicht erst in ein paar Jahren. Es ist richtig, dass die Firma sich inmitten eines beispiellosen Booms beim Flugzeugbau daran macht, ihre Strukturen zu verändern und die Kosten zu senken. Nur dann wird Airbus den unvermeidlichen Abschwung überstehen. Das Unternehmen muss noch aus einem zweiten Grund handeln: Das Desaster beim A380, dem größten Passagierflugzeug der Welt, hat gezeigt, dass die Arbeitsteilung bei Airbus nicht funktioniert, sondern nur die wechselseitige Schuldzuweisung... Verantwortlich für Airbus fühlen sich allerdings nicht nur die Manager, sondern mehr noch die Regierungen in Berlin und Paris, deren Vorgänger das Unternehmen gegründet haben. Weil sie in den vergangenen Wochen bei Airbus mächtig hineinregiert haben, bleibt das Sanierungsprogramm des Unternehmens auf halbem Weg stecken. So will Airbus die Maschinen aus der A320-Familie stärker in Hamburg montieren, aber ein bisschen immer noch in Frankreich... Am großen Kuddelmuddel bei Airbus wird sich also kaum etwas ändern."
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