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Schlötzer, Christiane


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Süddeutsche Zeitung - Deutschland | 06.05.2011

Diktator soll Rebellen selbst bezahlen

Die Idee, die internationale Finanzhilfe für die Rebellen in Libyen von Gaddafi-Konten zu zahlen, findet die linksliberale Tageszeitung Süddeutsche Zeitung sehr gut: "Wenn westliche und arabische Länder nun einen Sonderfonds zu ihrer Unterstützung einrichten, dann ist dies ein klares Signal an die Aufständischen, dass sie in ihrem Kampf weiterhin nicht allein sind. Die Geldgeber sind damit aber auch gewissermaßen aus dem Schneider, weil sie nicht entscheiden müssen, was mit den Euros und Dollars geschieht. Wenn die Rebellen damit Waffen kaufen, ist das deren Sache. Das Beste wäre es, den Fonds aus den gesperrten Gaddafi-Konten in aller Welt zu speisen. ... Das hätte den Vorteil: Die Rebellen bekämen ausreichend Hilfe - und Gaddafi selbst würde für die Befreiung seines Landes von der langen Diktatur bezahlen. Das wäre nur gerecht."

Süddeutsche Zeitung - Deutschland | 16.03.2010

Berlin muss Athen Waffenkäufe ausreden

Deutschland ist hinter den USA und Russland drittgrößter Waffenexporteur der Welt, heißt es in einem aktuellen Bericht des schwedischen Friedensforschungsinstituts Sipri. Dass Griechenland und die Türkei zu den wichtigsten Kunden gehören, ist extrem riskant, analysiert die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Die zwei Ägäis-Anrainer rüsten seit Jahren gegeneinander auf. ... Die Hochrüstung am Rand Europas ist ein Anachronismus. Die Europäische Union sollte daher darauf dringen, dass Ankara und Athen ihre Streitigkeiten über Hoheitsgewässer und Flugverbotszonen auf zivilisierte Weise austragen - vor dem Internationalen Gerichtshof. [Premier] Papandreou selbst hätte nun eine gute Gelegenheit, sein Land an den Abrüstungsgedanken zu gewöhnen. Und wenn die Regierungen in Berlin und Paris den Griechen helfen wollen, dann sollten sie ihnen weitere Rüstungskäufe ausreden. Das könnte in Deutschland Arbeitsplätze kosten. Aber es wäre ehrlicher, als die unbezahlten Rechnungen der Griechen später mit Steuergeldern zu begleichen."

Süddeutsche Zeitung - Deutschland | 05.05.2009

Europa muss Israel auf seine gefährliche Politik hinweisen

Am Montag hat Israels neuer Außenminister Avigdor Lieberman seine erste Europareise angetreten. Die links-liberale Süddeutsche Zeitung sieht darin einen Test für die neue Politik des israelischen Präsidenten Benjamin Netanjahu, die sich von einem Palästinenserstaat abwendet und sich auf den Iran konzentriert: "Die europäischen Politiker sollten Lieberman nun daran erinnern, dass dies eine für Israel gefährliche Politik ist. Sie dürfen die deutlichen Worte nicht allein [US-Präsident Barack] Obama überlassen. Selbst in Amerikas Israel-Lobby wächst mittlerweile die Sorge, Jerusalem könnte mit einer Verweigerungshaltung gegenüber allen Friedensplänen langfristig die Existenz des Staates Israel mehr gefährden als sichern. Druck der USA hat nun immerhin bewirkt, dass Netanjahu daran denkt, ein Stückchen Land an Libanon zurückzugeben. Das wird nicht reichen, um bei den Nachbarn in Beirut die Gemüter vor den anstehenden Parlamentswahlen - mit großen Chancen für die iran-freundliche Hisbollah - zu beruhigen."

Süddeutsche Zeitung - Deutschland | 21.08.2006

Streit um den zyprischen Film "Akamas"

Der Film "Akamas", der erste zyprische Film, der je für das Filmfestival von Venedig ausgewählt wurde, soll nach dem Willen der griechisch-zyprischen Regierung dort nicht gezeigt werden, berichtet Christiane Schlötzer. Regisseur Panikos Chrysanthou erzählt die Liebesgeschichte eines türkischen Zyprers und einer griechischen Zyprerin und geht dabei kritisch mit der zyprisch-griechischen Widerstandsbewegung Eoka um. "Im Grunde passt aber die ganze Geschichte nicht in ein heroisches Bild der Inselhistorie, die die Schuld für die Teilung immer nur auf der anderen Seite der Trennungslinie sucht. Chrysanthou hat zudem einen türkischen Koproduzenten, Dervis Zaim, mit dem er schon früher Projekte realisierte. Der Konflikt auf der Insel ist für ihn wie ein Prisma, durch das er in die Welt blickt. Die Begriffe Hybris (Verletzung der eigenen Würde) und Metro (das Maß) in ihrer griechischen Urbedeutung sind für ihn Leitmotive. 'Mich interessiert die Frage, wie weit jemand gehen darf, der sein Land befreien oder seine Ehre verteidigen möchte. Darf er dafür sich und andere in die Luft jagen?'"

Süddeutsche Zeitung - Deutschland | 21.02.2006

Neues türkisches Kino

Christiane Schlötzer berichtet über das türkische Kino, das mit dem nationalistisch-antiamerikanischen Film "Kurtlar Vadisi Irak" ("Tal der Wölfe – Irak") plötzlich ins Licht der Öffentlichkeit gerückt ist. "Genauer: es steht am Pranger", schreibt Schlötzer und bricht eine Lanze zur Ehrenrettung des türkischen Films: "Neben Frankreich ist die Türkei eines der wenigen Länder, in dem Eigenproduktionen dem amerikanischen Kino durchaus den Rang ablaufen können. Kommerziell erfolgreiche türkische Filme greifen gerade in jüngster Zeit immer wieder brisante politische Fragen auf. Landflucht, Migration, Generationenkonflikte, Terrorismus, die Armee in der Gesellschaft - all dies waren zuletzt Themen von Erfolgsfilmen, und was am Bosporus ein Kassenschlager ist, ist es nun immer öfter auch in Deutschland... Wer nur das 'Tal der Wölfe' kennt, tut dem türkischen Film unrecht."

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