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Schlüter, Christian
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Lügen im hohen Ton der Moral
Zur Frankfurter Buchmesse mit dem Gastland China schreibt die linksliberale Tageszeitung Frankfurter Rundschau: "Hey, es werden Menschenrechtsverletzungen und dergleichen Missstände bei den Chinesen beklagt werden, und unsere Kritik daran wird, wohlfeil wie sie ist, verschweigen, dass unsere chinesischen Freunde nur deswegen das sind, was sie sind, nämlich mächtig und nun auch in Frankfurt, weil wir von ihnen jahrzehntelang als billige Werkbank profitiert haben - ohne uns darüber zu beklagen. Wie auf jeder Buchmesse wird also auch in diesem Jahr wieder im hohen Ton der Moral gelogen werden. Uns soll das, wie in jedem Jahr, egal sein. Denn spätestens in 15 Jahren wird China noch weltwirtschaftsmächtiger sein und also unsere Renten finanzieren."
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Nicht im Kampf gegen Google erschöpfen
Die EU-Kommission will angesichts der Buchdigitalisierungspläne von Google über neue Regeln zum Urheberrecht nachdenken. Statt sich gegen Google zu stellen, solle sich die EU mehr um den Erhalt ihrer eigenen Kultur kümmern, meint die linksliberale Tageszeitung Frankfurter Rundschau: "Es ist ein Armutszeugnis, dass Bibliotheken weltweit ihre Schätze Google zur Verfügung stellen, nur weil es für die Digitalisierung zu wenig öffentliches Geld gibt. Zwar lässt sich gegen Verwertung und Enteignung geistigen Eigentums trefflich schimpfen, doch offenbar lässt man 'unsere' wertvollen Kulturbestände lieber im analogen Irgendwo verrotten. Die weltweite Verfügbarmachung kultureller Güter ist nicht aufzuhalten. Unsere Kultur und Sprache werden sich global nur in ihrer digitalisierten und damit allgemein zugänglichen Form bewahren. Oder soll künftig alles nur noch in englischer Sprache verfasst sein? Die USA handeln vorausblickend, auch China und Indien scheinen längst weiter. Anstatt sich also im Kampf gegen Google zu erschöpfen, sollte Europa, sollte Deutschland endlich mehr für seine kulturellen Bestände tun."
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Christian Schlüter über den neuen deutschen Patriotismus
In Deutschland bekennen sich angesichts der Fußball-WM derzeit viele zum ersten Mal zum Patriotismus, der oft als "neu" und "freundlich" bezeichnet wird. Christian Schlüter hat zwar nichts gegen Fahnen schwingende Fußballfans, sieht das Phänomen aber kritisch: "Besorgnis erregender sind da schon die zahlreichen Sinnstiftungsofferten, nationale Selbstverständigungsappelle, mit denen uns eine geneigte Publizistik seit einem guten halben Jahr umschwärmt, und deren intellektueller Zuschnitt sich meist aufs ohnehin gegenwärtige 'Du bist Deutschland!' beschränkt: Es macht sich eine gewisse Geschichtsverdrossenheit und ansonsten viel dreiste Unbekümmertheit breit... Der intellektuelle Niveauverlust befördert das Nationale ins Gleichgültige: Alles kann dann alles sein. So wie, nur um ein Beispiel zu geben, die Sudetendeutsche Landsmannschaft auf ihrem Pfingsttreffen die Parole ausgab: 'Vetreibung ist Völkermord!' Revisionismus - auch ein deutscher Markenname."
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