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Schneider, Peter
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Peter Schneider über das nützliche Bild vom bösen Deutschen
Das US-Nachrichtenmagazin Newsweek hat der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel diese Woche sein Titelbild gewidmet mit der Schlagzeile "Achtung! It's Angela" und ihr vorgeworfen, durch ihre zögerliche Haltung Europas Schuldenkrise verschlimmert zu haben. Der deutsche Schriftsteller Peter Schneider stimmt der Analyse in der linksliberalen Tageszeitung La Repubblica zu: "Cool Germany, das attraktive und sympathische Deutschland der Fußballweltmeisterschaft 2006, das waren wir bis gestern. Jetzt taucht wieder das Bild des ugly German, des bösen Deutschen auf. … Das Bild des deutschen Bösewichts wieder hervorzuholen ist für jene Länder, die Ordnung in ihren Haushalt und ihre Budgetplanung bringen müssen, sicher eine bequeme Ausflucht. Die Schuld den bösen Deutschen zuzuschieben ist für sie einerseits der einfachste Weg, um von ihren eigenen Fehlern abzulenken. … Andererseits ist jedoch der Vorwurf der europäischen Partner berechtigt, dass Angela Merkel nie zum richtigen Zeitpunkt das gesagt hat, was von ihr erwartet wurde. Das begann mit der Griechenland-Krise. Erst hieß es, dass Athen nicht geholfen werden sollte, dann vielleicht doch. Die Kanzlerin ließ die Frage so lange offen, bis sich die Kosten der Rettung am Ende verdreifachten."
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Peter Schneider über die deutsche 68er-Bewegung in neuem Licht
Der West-Berliner Polizist Karl-Heinz Kurras, der den Studenten Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967 erschossen hat, soll ein Spion des DDR-Geheimdienstes, der Staatssicherheit, gewesen sein. Der Todesfall löste eine Radikalisierung der deutschen 68er-Studentenbewegung mit aus. Peter Schneider, einer der Wortführer der Bewegung, schreibt dazu im Wochenmagazin Der Spiegel: "Ich glaube eher, dass Karl-Heinz Kurras der fürchterliche, arme und aggressive Tropf bleibt, der er immer war. Ein schießwütiger Polizist und Waffennarr, der seine Seele, wie wir jetzt erfahren, heimlich dem besseren deutschen Staat verschrieben hatte: dem 'Friedenslager', dem einzigen 'antifaschistischen Staat auf deutschem Boden'. Vielleicht eine Romanfigur. Der Waffennarr und Schützenkönig und der Friedensfreund - beide Passionen lagen offenbar völlig unbehindert nebeneinander. Und als es ernst wurde, im Hof des Hauses Krumme Straße 66/67 [, wo Ohnesorg erschossen wurde], hat er sich spontan und wahrscheinlich völlig unbedroht für die Passion entschieden, die er im Schlaf beherrschte. Zu beantworten bleibt die Frage, ob Kurras, der Stasi-Spitzel, geschossen hat, weil er sich vor seinen West-Berliner Kollegen als ein verlässlicher Mann bewähren wollte."
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Deutsch-italienische Autoprobleme
Als Gastautor der Tageszeitung La Repubblica beschreibt der deutsche Schriftsteller Peter Schneider ein Problem, dass alle Besitzer eines Wagens mit deutschem Kennzeichen und italienischem Wohnsitz oder Zweitdomizil betrifft: Das Fehlen eines EU-Abkommens für die regelmäßige Sicherheitsinspektion. "Beim Herannahen des Inspektionstermins beginnen die Probleme: Wie kommt man preiswert und schnell an die Plakette? Die Schweiz erspart ihren Bürgern und Autobesitzern die Reise, sie erkennt die italienische Plakette an. Dem Deutschen bleibt keine anderer Wahl, er muss über die Grenze. Abgesehen vom finanziellen und zeitlichen Aufwand, stellt sich mir die Frage der Umweltverschmutzung und des Energieverbrauches. Ich denke über die Auswirkung meiner Reise auf den Kohlendioxidausstoß nach. ... Wie ist es möglich, das zwei Länder, die zu den Gründungsstaaten der EU gehören, kein Abkommen über die Prüf-Plakette schließen, obwohl Millionen von deutschen Autos auf italienischen Straßen zirkulieren und umgekehrt?"
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