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Schoune, Christophe


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Le Soir - Belgien | 07.04.2008

Dominique Bourg über Umweltgerechtigkeit

Der französische Philosoph Dominique Bourg spricht im Interview mit Christophe Schoune über Umweltschutz und Gerechtigkeit. "So zu tun, als könne der technische Fortschritt uns retten, ist ein Scherz. Ich habe diese Illusion satt, dass wir durch Wachstum oder technische Weiterentwicklungen, so wichtig sie auch sein mögen, davonkommen könnten. Das ist falsch. Wenn wir die jetzige Situation angehen und dramatische Entwicklungen von der Mitte des Jahrhunderts an vermeiden wollen, muss der Rohstoffstrom - inklusive Energie - abnehmen... Wenn das wirklich auf substanzielle Weise geschehen soll, etwa in Form von Entmaterialisierung oder Wirtschaftskreisläufen... ist die Frage der Gerechtigkeit zentral. Fortschritte im Umweltbereich müssen durch eine Umverteilung des Reichtums geschehen und so für alle erreichbar werden, sonst gehen sie zu Lasten der immer gleichen Länder und funktionieren nicht. Das könnte auf einen weltweiten Zusammenbruch hinauslaufen. Ohne Umweltgerechtigkeit wird es das Chaos."

Le Soir - Belgien | 19.02.2007

Serge Latouche über die Grenzen des Wachstums

Der französische Wirtschaftswissenschaftler Serge Latouche, Autor des Buches "Le pari de la décroissance", stellt im Interview mit Christophe Schoune den Mythos des 'Immer mehr' in Frage. "Warum muss es immer Wachstum geben und kein Schrumpfen? Man hält für den Zweck, was eigentlich nur das Mittel ist. Wirtschaftswachstum, um unsere Bedürfnisse zu befriedigen, ist mit Sicherheit sinnvoll. Aber Wachstum ist wie ein anschwellender Fluss. Und das Schrumpfen ist das notwendige Absinken des Wasserspiegels dieses strömenden Wassers, das sonst alles überflutet... Das heißt, dass man mit einer Religion, einem Kult, einem Glauben brechen muss, der uns alle bestimmt. Wir sind geprägt von diesem Bild des 'immer mehr', von der unbegrenzten Akkumulation, von diesem Mechanismus, der uns tugendhaft erschien, nun aber höllisch aussieht, wegen seiner destruktiven Effekte für die Menschheit und den Planeten. Es ist notwendig, mit dieser Logik zu brechen und eine neue Gesellschaft mit einem humanen Maßstab zu erfinden, die das richtige Maß und die Grenze wiederentdeckt, denn - wie mein Kollege Nicholas Georgescu es ausdrückt - 'ein unendliches Wachstum ist nicht mit einer endlichen Welt vereinbar'."

Le Soir - Belgien | 02.02.2007

Klimawandel bekämpfen - aber wie?

"Kann die Sturmglocke, die heute von der Wissenschaftsprominenz in Paris geläutet wird, mehr Bürger davon überzeugen, dass sie handeln müssen?", fragt Christophe Schoune. "Brauchen wir eine Umwelt-Regierung, damit unsere Zukunft nicht bald der der Dinosaurier ähnelt? Die Idee, eine Organisation der Vereinten Nationen für die Umwelt zu gründen, die von Jacques Chirac und Europa ins Gespräch gebracht wurde, hat den Vorteil (zumindest auf dem Papier) kohärent und effizient zu sein. Aber die Initiative beruhigt die südlichen Länder nicht wirklich und wird kaum kurzfristig zustande kommen. Auf die Klimaerwärmung muss es aber sofort Antworten geben. Zwei Jahrzehnte - so wenig Zeit bleibt der Menschheit für eine radikale Kehrtwende und um die Produktions- und Konsumgewohnheiten zu ändern."

Le Soir - Belgien | 25.04.2006

Die Lehren von Tschernobyl

Tschernobyl, meint Christophe Schoune, sollte uns dazu bringen, "der Sackgasse Atomkraft den Rücken zu kehren": "20 Jahre nach dieser Apokalypse des ausgehenden Jahrtausends erinnern die von der Katastrophe Gezeichneten daran, dass man mit atomarer Sicherheit nicht spielt. Zwar gelten die europäischen Atomkraftwerke als weniger anfällig für solche Störfälle, doch auch sie altern und Zeichen der Abnutzung häufen sich. Angesichts dieser Tatsachen weist eine Industrie, die ihren Renteneintritt hinauszögern will, die Kassandrarufe zurück und gibt sich einen grünen Anstrich. Ihr Totschlagargument: Angesichts der Klimaerwärmung ist Atomkraft die einzige Energiequelle, die extrem wenig Treibhausgase produziert. Stimmt. Aber die Atom-Lobby unterschlägt, dass das größte Potenzial im Kampf gegen die Klimaveränderung bei der Einsparung von Energie liegt."

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