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Sdrawkowa, Janina
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Dialyse verschafft korrupten Beamten mehr Geld
In Bulgarien fehlen Spenderorgane. Deshalb engagiert sich der neue Regierungschef Bojko Borissow jetzt in einer Werbekampagne für mehr Transplantionen. Das kommentiert die Tageszeitung Sega: "Die Bulgaren werden keine Spender, weil sie dem Staat und seinem Gesundheitssystem nicht vertrauen. Und es ist auch unerheblich, ob Bojko und seine Minister eine notariell beglaubigte Erklärung 'Ich bin Spender' in ihren Brieftaschen bei sich tragen. Selbst dadurch werden die Menschen keine eifrigen Spender. ... Wer würde denn in einem Staat seine Organe spenden, in dem mehr als 2000 Menschen mit Dialyse behandelt werden und davon überzeugt sind - und nicht zu Unrecht - dass Nierentransplantationen absichtlich nicht gefördert werden, weil Transplantationspatienten dem Staat weniger Geld einbringen als Dialysepatienten. Denn die Dialyse verschafft korrupten Beamten mehr öffentliche Aufträge und Provisionen."
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Das halbe Leben eines Bulgaren
Janina Sdrawkowa zieht eine Bilanz des ersten EU-Mitgliedsmonats: "Der Beitritt zur EU wird von der täglich drohenden Preiserhöhung begleitet - in allen Sphären und unabdingbar. Doch die Mitgliedschaft betrifft nicht nur unsere Taschen, sondern dringt tief in andere Lebensbereiche ein, in unsere Mentalität und unseren Lebensstil. Da ist die hohe Steuer auf selbst gebrannten Schnaps. Außerdem müssen Gurken 25 Zentimeter lang und gerade sein, um als Klasse I zu gelten... Diese Woche ist noch eine weitere Bedrohung hinzugekommen: Rauchen soll nunmehr nur noch zu Hause erlaubt sein. Dabei macht doch genau das das halbe Leben eines Bulgaren aus, erhellt es. Denn ohne Schnaps, Salat und Zigaretten ist das Leben für einen Bulgaren einfach fade und steril wie eine Gurke."
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