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Seidel, Eberhard
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Eberhard Seidel über den Islamismus als Internationalismus des 21. Jahrhunderts
Zwei der kürzlich in Deutschland festgenommenen Terrorverdächtigen sind Deutsche, die zum Islam konvertiert sind. Debattiert wird nun die Frage, ob sich Konvertiten besonders leicht radikalisieren. Eberhard Seidel analysiert: "In Deutschland gibt es zurzeit zwei Heilsversprechen, die die Systemüberwindung und die Erhöhung der eigenen Person in Aussicht stellen: den Rechtsextremismus und den Islamismus. Der Rechtsextremismus mit seinem ideologischen Fundament, dem Völkischen, ist für Jugendliche und junge Erwachsene aus Migrantenfamilien aus nahe liegenden Gründen unattraktiv. Der Islamismus dagegen verzichtet auf die Exklusivität des 'Blutes' und lädt jeden ein, der sich in einem Akt des Voluntarismus zu ihm bekennt - unabhängig von der nationalen, religiösen, sozialen und ethnischen Herkunft. Als Internationalismus des 21. Jahrhunderts ist der Islamismus deshalb auch für Sinn- und Aktionssuchende attraktiv, denen der Islam nicht in die Wiege gelegt wurde."
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Antisemitismus in Europa
"Der Antisemitismus in Europa nimmt zu", konstatieren Michael Kiefer und Eberhard Seidel und nehmen das Phänomen des islamischen Antisemitismus ins Visier. "Dieser islamisch übertünchte Antisemitismus stellt ein Problem dar. Er ist jedoch kein religiöses Phänomen. Wer so urteilt, verkennt die Dimension des modernen Antisemitismus: dass er im Kern ein flexibler Code ist, der sich problemlos in säkular oder religiös begründete Ideologiekonglomerate einbauen lässt. Sein Erfolgsrezept: In einer wenig kuscheligen globalisierten Welt bietet er ein Welterklärungsmuster, das mit der Hilfe abstruser Verschwörungsfantasien einen Schuldigen für die ganze Misere benennt: die Juden."
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Alle verfügbaren Texte von » Michael Kiefer