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Šimecka, Martin M.
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Die Rolle der EU im Konflikt zwischen der Slowakei und Ungarn
Zwischen der Slowakei und Ungarn schwelt ein Streit über die Zwangsaussiedlung der Ungarn aus der Tschechoslowakei nach Ende des Zweiten Weltkrieges. Der slowakische Chefredakteur des tschechischen Wochenmagazins Respekt, Martin M. Šimecka, meint in einem Gastbeitrag: "Der Konflikt der nationalen Interessen zweier EU-Mitglieder kann zu einem Test für die Stärke der Idee werden, auf der die Union beruht. Bis jetzt leugnen die Slowaken und Ungarn mit ihrem Verhalten völlig ungestraft die der EU zugrunde liegende Idee. Schlimmer noch: Sie zählen darauf, dass, wenn es zum Schlimmsten kommt, die Union irgendwie ihre Probleme lösen wird. Es ist sogar möglich, dass beide Staaten den Streit jetzt verbissener führen, als wenn sie nur auf sich selbst angewiesen wären oder auf ihre Armeen. Paradoxerweise bewirkt gerade das Vertrauen auf Brüssel eine Verschlechterung der Situation."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » EU-Politik, » Geschichte, » Ungarn, » Slowakei
Radikalisiert sich die ungarische Minderheit in der Slowakei?
Die Partei der ungarischen Minderheit in der Slowakei hat am Wochenende überraschend einen neuen Führer gewählt. Der langjährige Vorsitzende Bela Bugar musste Pal Csaky Platz machen. Mit Csaky wird der radikale Flügel der Partei gestärkt, der größere Autonomieansprüche stellt. Chefredakteur Martin M. Simecka, der zuvor Chef der slowakischen Tageszeitung Sme war, spricht von einem "schlechten Wochenende, das keinen Grund zur Freude bietet... Bugar genoss außerordentlichen Respekt. Seinetwegen wählten sogar Slowaken, die verzweifelt nach jemandem suchten, dem sie vertrauen konnten, die Ungarnpartei. Bugar hat Charisma, Humor und spricht hervorragend Slowakisch... Er war für einen Politiker ungewöhnlich kompromissfähig und hielt sein Wort. Nach seiner Niederlage am Sonnabend erklärte er, dass er nach Ablauf der Wahlperiode aus der Politik ausscheiden werde. Das ist ein Schaden für das ganze Land."
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Slowakische Regierung zerbrochen
Am Streit über einen Vertrag mit dem Vatikan, der Katholiken im Arbeitsleben vor eventuellen Gewissenskonflikten schützen sollte, ist gestern die Regierung der Slowakei zerbrochen. Mitte Juni soll es vorgezogene Wahlen geben. Für Chefredakteur Martin M. Simecka ist "nicht nur die Regierung auseinandergebrochen sondern auch eine ganze politische Generation". Die hatte 1998 in einem Kraftakt den im Westen beargwöhnten nationalistischen Premier Vladimir Meciar geschlagen. "Es begann eine Ära der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Modernisierung, es gelang der Beitritt zur EU und Nato. Die Slowakei wurde von einem schwarzen Loch zu einem leuchtenden Stern." Allerdings habe die Regierung Dzurinda immer weniger ihren moralischen Ansprüchen gerecht werden können. "Sie unterlag der Vision, dass wirtschaftliche Regeln ein Ersatz für das Gewissen und für Gerechtigkeit seien."
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