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Serbanescu, Ilie


In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


România Liberă - Rumänien | 16.02.2011

Export kein Wachstumsmotor für Rumänien

Trotz der Zunahme von Exporten um 28 Prozent ist die rumänische Wirtschaft 2010 nicht gewachsen, sondern um 1,2 Prozent geschrumpft. Das widerlegt den Mythos, Exporte wären der Wachstumsmotor für Rumänien, meint der Wirtschaftswissenschaftler Ilie Şerbănescu in der Tageszeitung România Liberă: "Weil sie nur einen geringen Teil der gesamtwirtschaftlichen Leistung ausmachen, können die Exporte, egal wie stark sie wachsen, das Gesamtbild nicht allein verändern. ... Wegen der geringen Exportabhängigkeit kann die rumänische Wirtschaft nicht von den westlichen Volkswirtschaften aus der Krise gezogen werden. Es ist also egal, wie kräftig diese sich erholen. Es gab eine einzige Erklärung, die vor, während und nach der Krise gültig war: Das Wirtschaftswachstum hängt vordergründig vom Konsum der Rumänen ab. Der künstliche, auf Krediten basierende Konsumanstieg vor der Krise generierte zwischen 2004 und 2008 das Wirtschaftswachstum. Das Ende des Konsums als Folge des eingestellten Kreditgeschäfts prägte die Krise sehr."

România Liberă - Rumänien | 14.04.2010

Rumänien sorgt sich um Euro-Einführung

Rumänien hat der EU im März sein sogenanntes Konvergenzprogramm zur Erreichung eines mindestens ausgeglichenen Haushalts vorgelegt. Das Haushaltsdefizit des Landes liegt derzeit bei acht Prozent. Der Beitritt zur Eurozone ist schwieriger geworden, meint die Tageszeitung România Liberă: "Das Konvergenzprogramm hat die Wogen geglättet. Denn ohne zu übertreiben, bot es eine Möglichkeit, zu zeigen, dass Bukarest nicht in die Fußstapfen von Athen und Sofia tritt. Was die Probleme langfristig im Fall des Euro-Beitritts bedeuten, ist klar. ... Der Fall Griechenlands hat gezeigt, dass jene Länder, die nicht wettbewerbsfähig sind, in der Euro-Zone nichts verloren haben. ... Die wettbewerbsfähigen Länder haben die Tore zur Euro-Zone für wer weiß wie viele Jahre geschlossen, um das Gebilde zu verteidigen, an dem sie über vier Jahrzehnte gearbeitet haben. Und jene, die außen vor bleiben, haben begonnen, zehn Mal mehr darüber nachzudenken, bevor sie fordern, aufgenommen zu werden."

Revista 22 - Rumänien | 18.12.2008

Rumänien im Netz ausländischer Banken

Die Wochenzeitung Revista 22 beleuchtet die Aktivitäten ausländischer Banken in Rumänien. "Die Gewinne ausländischer Banken in Rumänien sind klar und eindeutig. ... [Aber] was hat Rumänien davon? Eine verrenkte Wirtschaft, eine Kluft zwischen Produktion und Verbrauch, Autos doch keine Autobahnen. Haben die ausländischen Banken den Bau von Autobahnen, Krankenhäusern, Schulen oder Theatersälen finanziert? Gott bewahre, sie haben neben dem Bau einiger Villen und Bürohäuser, Konsum, Konsum und nochmals Konsum [mit Krediten] finanziert. Um es klar zu stellen, die Entwicklung des Landes ist nicht das Ziel ausländischer Banken in Rumänien. Sie kamen ins Land, um Profit zu machen. Das ist nicht zu verurteilen und nicht zu bedauern. Kriminell ist nur, dass die ausländischen Banken vorgeben, sie hätten die Entwicklung des Landes unterstützt. Eine Tatsache, die so nicht stimmt."

Jurnalul National - Rumänien | 29.04.2008

Rumänische Banken in ausländischer Hand

Der rumänische Bankensektor gilt in Bezug auf europäische Normen und Standards als am weitesten entwickelter Sektor. Grund dafür ist, dass fast alle rumänischen Banken mittlerweile westeuropäischen Finanzunternehmen gehören. Ilie Serbanescu meint, das habe Auswirkungen auf die gesamte nationale Wirtschaft. "Einheimisches Kapital, egal ob gut oder schlecht, wurde beiseite geschoben. Die ausländischen Banken brachten über ihre Mutterkonzerne billiges Geld und konnten geringe Zinsen für Kredite anbieten... Doch mit Blick auf die Geld- und Wirtschaftspolitik ist das schlecht. Von einer Zinspolitik kann keine Rede sein. Die rumänische Nationalbank ist zum Gefangenen kommerzieller ausländischer Banken geworden. Ihre Effizienz ist gleich Null."

Revista 22 - Rumänien | 13.08.2007

Der rumänische Arbeitsmarkt ist leergefegt

Schätzungen zufolge leben zwischen 1,2 Millionen und 3,4 Millionen Rumänen im Ausland, schreibt Ilie Serbanescu und kommentiert die Folgen für den heimischen Arbeitsmarkt. "Für ein Land, das an seine Zukunft denkt, gleicht die Zahl einem Weltuntergang: Von den 4,5 Millionen Rumänen, die einer vertraglich geregelten Arbeit nachgehen, sind 75 Prozent im Ausland tätig. Vorläufig jauchzt die politische Klasse vor Glück, dass es in Rumänien keine Probleme mit der Arbeitslosigkeit gibt, und dass das Geld, das die im Ausland arbeitenden Rumänen nach Hause schicken, das grotesk hohe und gefährliche Außenhandelsdefizit teilweise deckt. Wie lange das noch funktioniert, kann niemand genau voraussagen. Eins aber ist klar, die Blase wird platzen, ... und dann wird der Jammer groß sein."

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