Navigation

 

Home / Autorenindex


Shihab, Sophie

Correspondante en Turquie


RSS Die Texte von "Shihab, Sophie" als RSS-Feed abonnieren


In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Le Monde - Frankreich | 30.08.2007

Eine neue Verfassung für die Türkei?

Nach der Wahl von Abdullah Gül zum türkischen Präsidenten stehe einer Parlamentsdiskussion um eine neue Verfassung, wie sie schon seit Jahren von den Demokraten gefordert wird, nichts mehr im Wege, meint Sophie Shihab. Sie hofft auf "eine 'bürgerliche' Verfassung, die den europäischen Standards entsprechen würde, statt einer 'Militärverfassung', wie die bisherige bezeichnet wird. Es wird noch heftige Konfrontationen mit der Armee und den Verteidigern der kemalistischen Orthodoxie geben. Doch viele Anhänger und Mitglieder der republikanischen Volkspartei CHP, der stärksten Oppositionspartei, scheinen entschlossen, mit der Parteiführung zu brechen, weil sie in Nationalismus und anti-westlicher Haltung erstarrt ist... Sollte das Projekt Erfolg haben, könnten die Historiker die Zeit, die am 28. August 2007 begann, als Ära des Kompromisses zwischen Laizisten und Religiösen... bezeichnen, meint der türkische Kommentator Mehmet Ali Birand."

Le Monde - Frankreich | 04.08.2007

Das neue türkische Parlament

Nach Ansicht der Journalistin Sophie Shihab hat der türkische Generalstab "keine andere Wahl als sich zu beugen". "Die Machtverhältnisse haben sich zum Nachteil der Generäle verändert. Daran hat keiner der in der Krise unternommenen Schritte etwas geändert. Die Drohung, die die Armee auf ihrer Homepage veröffentlicht hat [am 27. April drohte sie einzugreifen, wenn das Prinzip des Laizismus gefährdet werde], hat das Verfassungsgericht zwar beeindruckt, aber seitdem hat es gezeigt, dass es jeder neuen Instrumentalisierung widersteht. Die pro-laizistischen Massenveranstaltungen, ... zu denen die militärische Führung aufgerufen hatte - auch auf die Gefahr hin, den türkisch-kurdischen Konflikt zu schüren - waren ein klarer Fehlschlag. Außerdem kann die türkische Armee, die ihre Legitimität aus ihrem Prestige bezieht - das sie mit von ihr finanzierten Umfragen zu belegen versucht -, keinen Kandidaten blockieren, der fast ein Plebiszit hat. Sie kann die Wahl von Außenminister Abdullah Gül zum Präsidenten nicht mehr verhindern."

» Autorenindex


Weitere Inhalte