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Sieffert, Denis


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Politis - Frankreich | 13.12.2007

Gaddafi als Gesprächspartner der Demokraten

Denis Sieffert kommentiert den umstrittenen Besuch von Libyens Staatschef Muhamar al Gaddafi in Frankreich. "Man kann es ruhig zugeben: Es gibt in der diplomatischen Tradition solche und solche Diktatoren... Gaddafi ist ein 'begrenzter' Diktator. Er ist nicht irrational genug, um wie Saddam Hussein zu enden, aber auch nicht klug genug, um sich zu einer Schein-Demokratie durchzuringen. Seine westlichen Gesprächspartner müssen sich auf diesen Widerspruch einstellen und das tun sie offenbar. Dieser Mann ist dabei, ein Diktator zu werden, mit dem man verkehren kann. Was ist das nach offiziellen Kriterien? Immer noch ein Diktator und kein Demokrat. Aber eine Person, die bereit ist, sich unter dem Joch der Großmächte zu beugen. Sie bedroht sie nicht mehr, sondern richtet ihren Hass ausschließlich gegen das eigene Volk."

Politis - Frankreich | 15.11.2007

Protest gegen die Demontage des sozialen Europas

Denis Sieffert, Chefredakteur der Wochenzeitung, sieht einen Zusammenhang zwischen den sozialen Protesten in Europa und der Forderung nach einem Referendum über den EU-Vertrag. "Im Laufe der Zeit ist ein Europa, das nach Maßstäben der Wirtschaftlichkeit und des Profits gestaltet wird, die Maxime aller Sozial- und Wirtschaftspolitik geworden. Die politischen Programme der EU-Länder unterscheiden sich darin kaum, sie setzen alles daran, liberale Gegenreformen durchzuziehen. Die Anpassung an unsere europäischen Partner ist das Hauptargument in der Debatte über die Arbeitszeitlänge. Gleiche Ursache, gleiche Wirkung: Die deutschen Eisenbahner streiken... wie ihre französischen Kollegen auch... Die Forderung nach einem Referendum ist eng mit den Protesten gegen die neoliberale Politik verbunden, gegen die in diesen Tagen so viele Angestellte demonstrieren."

Politis - Frankreich | 05.01.2007

Armut in Frankreich

Soziale Ausgrenzung, Armut und Obdachlosigkeit spielen im französischen Wahlkampf eine Rolle, stellt Denis Sieffert fest und rät zur Lektüre des Sammelbands "Unsichtbares Frankreich" ["La France Invisible"]. Ein Buch, das "den Ausgegrenzten, Verirrten, Verstoßenen und Herabgesetzten, die übrigens nicht alle ohne Obdach sind, ein Gesicht und eine Geschichte gibt. Dieses Buch wirft ein Licht auf die Ereignisse der letzten Tage. Es zeigt, wie wir das Offensichtliche entdecken, um uns dann von ihm wieder abzuwenden. Mehr noch: Es klärt uns über die Haltung der Politiker auf. Über die Art von Panik, die sie befällt, wenn die Fernsehkameras, und sei es nur flüchtig, das Unsichtbare zeigen... Das unsichtbare Frankreich zu sehen, heißt nicht nur, die Armen zu sehen, sondern auch das System, das sie hervorbringt."

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