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Silva, Emilio
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Emilio Silva über das Vermächtnis der Franco-Diktatur
Am 15. Juni 1977 fanden in Spanien die ersten demokratischen Wahlen nach dem Ende der Franco-Diktatur statt. Der spanische Soziologe Emilio Silva, Gründer des Verbandes zur Wiederherstellung des historischen Gedächtnisses (ARMH), sagt im Gespräch mit Gilles Heuré, die Erinnerungsarbeit sei noch nicht abgeschlossen. "Die sozialistische Regierung hat immerhin als erste überhaupt etwas in Gang gesetzt, doch sie ist zu wenig offensiv. Die Verantwortung des franquistischen Staates bei den Gemetzeln ist bis heute offiziell nicht nachgewiesen. Die Konservativen dagegen sind beim Umgang mit dem Bürgerkrieg schlicht zynisch. Einerseits erklären sie, die Wunden nicht wieder aufreißen zu wollen, andererseits ehren sie die franquistischen Soldaten der Blauen Division, die an der Ostfront Seite an Seite mit den Nazis gekämpft haben... Es ist ganz wichtig, dass Spanien die Hintergründe der Diktatur aufklärt und das Ausmaß des Traumas deutlich macht. Für unsere Demokratie ist das lebensnotwendig, denn nichts hat sich beruhigt. Man bedenke nur, dass die Rechten noch heute von den Linken als den 'Roten' sprechen!"
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Geschichte, » Spanien
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Geschichtsaufarbeitung
Emilio Silva, Der Mitautor des Buches "Die Gräben der Francozeit", erklärt, warum Spanien mit der Erforschung seiner Geschichte noch nicht fertig ist. "Wie bei jeder Geschichtsaufarbeitung gibt es eine Art Generationensprung. Sie ist nie die Aufgabe der Kinder, sondern der Enkelkinder. Außerdem hat die Franco-Diktatur von allen Diktaturen am längsten gedauert. Der Nationalsozialismus hat keine 20 Jahre existiert; der italienische Faschismus ein bisschen länger als 20 Jahre, die Franco-Diktatur 40 Jahre. Sie hat eine Reihe von Strukturen hervorgebracht, die dafür gesorgt haben, dass die Aufarbeitung ein bisschen länger als nötig gedauert hat. Vierzig Jahre lang war das ganze Bildungssystem darauf ausgerichtet, Vergessen zu erzwingen."
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