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Singer, Peter

Peter Singer is professor of bioethics at Princeton University and the author of Practical Ethics www.project-syndicate.org


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Público - Portugal | 15.02.2012

Peter Singer über Strategien gegen Internet-Piraterie

Im Zuge der Proteste gegen das Acta-Abkommen wird weltweit über Internet-Piraterie debattiert. Das Piraterie-Problem ist lösbar, meint der Bioethiker Peter Singer in der Tageszeitung Público und schlägt eine geringe Nutzungsgebühr für Downloads vor: "Eines der Wunder des Internets ist, dass einige meiner älteren Werke, die schon lange nicht mehr lieferbar sind, jetzt sehr viel leichter erhältlich sind als früher - als Raubkopie. Natürlich habe ich im Vergleich zu vielen anderen Autoren und Künstlern das Glück, meine Familie nicht vom Erlös der Bücher ernähren zu müssen. ... Trotzdem ist es nicht schwer, sich bessere Zwecke für meine Einnahmen aus Autorenrechten vorzustellen als den umweltschädlichen Lebensstil eines Kim Dotcom. Wir müssen einen Weg finden, um das fantastische Potenzial des Internets optimal zu nutzen und zugleich die Urheber ordentlich zu entschädigen. … Sie könnten über eine Nutzungsgebühr finanziert werden, und wenn die Gebühr niedrig genug wäre, würde sie den Anreiz zur Nutzung von Raubkopien verringern. Im Verbund mit Strafverfolgungsmaßnahmen gegen die stark missbräuchlichen Webseiten ließe sich das Problem so vielleicht lösen. Andernfalls werden sich die meisten Kreativen ihren Lebensunterhalt anders verdienen müssen, und wir alle stehen dann als Verlierer da."

Público - Portugal | 19.12.2011

Peter Singer über den freiwilligen Tod als Bürgerrecht

Aktive Sterbehilfe ist in den meisten Ländern verboten. Doch in einem Staat, der individuelle Grundrechte schützt, sollte die Entscheidung über unsere Art zu sterben zu diesen Rechten gehören, meint der Bioethiker Peter Singer in der Tageszeitung Público: "Dudley Clendinen, ein Schriftsteller und Journalist, leidet unter amyotropher Lateralsklerose, einer tödlichen degenerativen Krankheit. In der New York Times schrieb er dieses Jahr einen bewegenden Artikel über seine momentane Lust am Leben und seinen Plan, es zu beenden, wenn, wie er sagt, 'die Musik aufhört'. … Doch wenn man genug hat und seinen Arzt bittet, einem beim Sterben zu helfen, bedeutet das in den meisten Ländern, ihn zu einer Straftat aufzufordern. … Mein Hauptverdacht ist, dass Politiker der Mitte sich vor religiösen Glaubensgemeinschaften als Gegnern der Sterbehilfe fürchten, obwohl gläubige Individuen den Ansichten ihrer religiösen Führer oft nicht folgen. So haben Umfragen in verschiedenen Ländern ergeben, dass eine Mehrheit der Angehörigen der römisch-katholischen Kirche die Legalisierung der Sterbehilfe unterstützt. Sogar im ausgeprägt katholischen Polen sind mehr Menschen für als gegen die Legalisierung. Auf jeden Fall sollte der Glaube einer Minderheit Menschen wie Dudley Clendinen nicht das Recht verwehren, ihr Leben so zu beenden, wie sie es möchten."

Cyprus Mail - Zypern | 29.04.2008

Peter Singer fragt nach dem moralischen Fortschritt

Der britische Bioethiker Peter Singer, der in Princeton lehrt, überlegt in einem Text für Project Syndicate, ob die Menschheit nach den Grausamkeiten der letzten Jahrzehnte moralische Fortschritte gemacht hat. Bei dieser Frage müssten "mehr als nur extreme Fälle des moralischen Verfalls berücksichtigt werden... Als Reaktion auf die Verbrechen des Zweiten Weltkriegs wollte die Erklärung [der Menschenrechte] das Prinzip einführen, dass alle Menschen, ungeachtet von Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Religion oder Status, dieselben Grundrechte besitzen. Daher können wir den moralischen Fortschritt vielleicht daran messen, in welchem Maße es uns gelungen ist, Rassismus und Sexismus zu bekämpfen... Immerhin geben einige neuere Umfragen von WorldPublicOpinion.org indirekt Aufschluss über diese Frage... Im Allgemeinen ist es wahrscheinlich, dass diese Meinungen reale Veränderungen widerspiegeln und somit Zeichen für einen moralischen Fortschritt hin zu einer Welt sind, in der den Menschen aufgrund ihrer Rasse, ethnischen Gruppe oder ihres Geschlechts keine Rechte vorenthalten werden."

The Guardian - Großbritannien | 31.08.2007

Lady Di als moderne Heilige?

Der Bioethiker Peter Singer kommentiert die Berichterstattung zum zehnten Todestag von Prinzessin Diana. "Die Medien sind voll mit Würdigungen und Rückblicken. In der ganzen Welt scheint die Öffentlichkeit so etwas begierig aufzusaugen. Ist Diana eine moderne Heilige geworden?... Rational betrachtet ist die Idealisierung Dianas so absurd wie jeder andere Kult auch. Gewiss, sie hat ihre Prominenz genutzt, um sinnvolle Anliegen zu verfolgen. Sie hat die Kranken und Marginalisierten ins Licht gerückt. Ihr Einsatz für die Ächtung von Landminen hat diesem Thema zu weltweiter Aufmerksamkeit verholfen, auch wenn sie manchmal als politisch naiv verspottet wurde... Nach ihrem Tod haben viele Millionen getrauert und viele haben in den Gedächtnisfonds Theworkcontinues.org [Die Arbeit geht weiter] eingezahlt. Falls die Arbeit wirklich weiter geht, dann viel bescheidender und am Rande öffentlicher Wohltätigkeit... Vielleicht haben die, die sich so sehr mit Diana identifiziert haben, geglaubt, sie hätten an ihren guten Taten teil – und müssten nun nichts mehr tun."

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