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Smith, Joan


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Irish Independent - Irland | 04.11.2011

Scarlett Johanssons Po nicht anrüchig

Die Schauspielerin Scarlett Johansson hat in einem Interview am Dienstag auf die Veröffentlichung gehackter Nacktbilder von ihr gelassen reagiert. Ein 35-jähriger US-Amerikaner hatte die Bilder vor mehreren Wochen von ihrem Handy gestohlen und im Internet veröffentlicht. Die kühle Überlegenheit, mit der Johansson den vermeintlichen Skandal behandelt, erfreut Joan Smith in der konservativen Tageszeitung Irish Independent: "Viel zu lange haben genau die falschen Leute über das entschieden, was als schädlich fürs Image zu gelten hat. Das wird vor dem Hintergrund des sich immer weiter entwickelnden Skandals um Telefonhacker klar. Die Massenmedien verwechseln pure Geilheit mit Moral und ungebührliches Eindringen mit Transparenz, während sie sich an ein paar Vorstellungen über menschliches Verhalten klammern, die in die 1950er Jahre gehören. Gestern beschrieb eine britische Zeitung Johansson als eine 'vollbusige Schönheit', die sich 'von ihrem Nacktbilderskandal erholt' hat. Ich glaube, ich weiß, wer ein Problem mit Nacktheit hat. Und es ist sicher nicht Scarlett Johansson."

The Independent - Großbritannien | 18.02.2008

Joan Smith über die Venus in der Londoner U-Bahn

In London sorgt derzeit die Entscheidung der Verkehrsbetriebe für Aufsehen, ein Plakat mit der Venus von Lucas Cranach entfernen zu lassen. Ausschlaggebend dafür war die Kritik von Katholiken gewesen. Joan Smith überlegt, welche Rolle weibliche Nacktheit im öffentlichen Raum spielt. "Wir sind so an pornografische Bilder von Frauen gewöhnt, die auf den Titelseiten von Männermagazinen schmollen oder die sich auf MTV räkeln, dass nackte Frauen, die nicht in diese Kategorien passen, uns beunruhigen. Die ungeschminkte und nicht durch Schönheitsoperationen veränderte Schönheit der Venus ist heute ein ungewohnter Anblick... Die Ansicht, das Plakat sei provokant, ist lächerlich. Aber sie sagt auch etwas über eine Gesellschaft aus, die sorgsam die Balance hält zwischen Ausbeutung und Puritanismus... Viele von uns mögen die grobschlächtige Einstellung zu Frauen und Sexualität nicht, die sich in der zeitgenössischen Kultur breitgemacht hat... Doch das ist ein Argument gegen sexuelle Ausbeutung und nicht gegen das Feiern des menschlichen Körpers. Feigenblätter und ihre modernen Entsprechungen sind immer ein Resultat von Angst - und nicht von Respekt vor Frauen."

New Statesman - Großbritannien | 11.10.2007

"Kunst und Sexualität" in London

Joan Smith bespricht die Ausstellung "Verführt: Kunst und Sexualität von der Antike bis in die Gegenwart", die derzeit in London stattfindet. "Die Präsenz so vieler explizit sexueller Bilder in einer einzigen Ausstellung führt zu faszinierenden Fragen darüber, wie Sexualität gezeigt werden kann. Die offensichtlichste Frage ist, ob es eine vernünftige und haltbare Trennung zwischen Pornographie und Kunst gibt... Gewöhnlich tut man Pornographie ab - ein verpöntes Wort, dessen griechische Wurzel porneia sich auf Prostitution bezog -, weil man sie für rein kommerziell hält. Doch selbst die beste Kunst hat normalerweise zumindest mit einem kommerziellen Akt zu tun... Nicht Geld ist der springende Punkt, sondern Macht und ihr Missbrauch. Interessanterweise haben die Kuratoren der Ausstellung sich auf diese sinnvollere Unterscheidung eingelassen, ohne aber zu verstehen, dass das ihren Versuch überflüssig macht, Pornographie und Kunst zu unterschiedlichen Kategorien zu erklären."

The Independent - Großbritannien | 11.08.2006

Die Angst vor dem Terror

"Es ist ein komisches Gefühl, einen Tag zu durchleben, dessen Hauptnachricht ist, dass etwas nicht passiert ist", schreibt die Kolumnistin Joan Smith. "Die meisten von uns genießen immer noch den Luxus, ihren Aufgaben nachgehen zu können, ohne Angst haben zu müssen, von einer Bombe getötet oder verletzt zu werden. London ist nicht Bagdad oder Beirut, und es ist auch unwahrscheinlich, dass wir Tod und Zerstörung in dem Ausmaß erleben wie diese zwei Städte... Das gestrige Ereignis ist eine unerfreuliche Tatsache, dessen Ursachen wir diskutieren können und sollten, aber es ist kein Grund, Panik zu bekommen. Es gab gestern keinen terroristischen Anschlag in Großbritannien; die meisten Iraker wären in ihrem Land für so eine Situation sehr dankbar. Und ist es nicht ein wenig geschmacklos, sich so über die Ereignisse aufzuregen, die nichts schlimmeres als eine Störung des Flugbetriebes auf britischen Flughäfen zur Folge hatten, während wir jeden Tag grauenvolle Nachrichten aus dem Nahen Osten vernehmen?"

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