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Sorensen, Martin Selsøe
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Die Türkei und ihre Vergangenheit
Nahost-Korrespondent Martin Selsoe Sorensen hält daran fest, dass sich die türkische Regierung nur dann erfolgreich an Europa annähern kann, wenn die EU ein starker Partner bleibt: "In der Türkei fragt man sich, warum die EU alles auf einmal haben möchte. Auf beiden Seiten ist man sich einig, dass es 10, 15 oder 20 Jahre dauern wird, bis eine Vollmitgliedschaft in der EU realistisch ist. Warum also der Druck seitens der EU, dass die Türkei innerhalb weniger Jahre mit all ihren nationalen Traumata und Tabus brechen soll? Für die Türken ist es ein außerordentlich schmerzhafter Prozess, über die Armenier, die Kurden, das Militär und Zypern zu diskutieren, gerade weil über all diese Themen jahrzehntelang nicht gesprochen wurde. Das Land ist dabei, sich diesen Debatten zu stellen, aber es braucht Zeit, bis auch die Bevölkerung reif für diese Auseinandersetzungen ist. Für die Türkei ist es viel schwerer, sich ihrer Vergangenheit zu stellen, als etwa für Dänemark mit seiner homogenen, gut gebildeten Bevölkerung und seiner relativ unkontroversen Geschichte."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Türkei
Finnland engagiert sich im Zypern-Türkei-Konflikt
Derzeit zeigen sich viele EU-Länder besorgt, dass die Türkei Zypern nicht mit allen Konsequenzen anerkennen will. "Ein Glück für die Türkei, dass die Krise erst jetzt kommt, wo Helsinki, und nicht wie im Frühjahr Wien, an der Spitze der EU steht", kommentiert die Zeitung. "1999 wurde die Türkei unter finnischer Ratspräsidentschaft zum offiziellen Kandidaten ernannt, und Finnlands derzeitiger Ministerpräsident hat nun erklärt, er würde es als persönliches Fiasko ansehen, wenn sich die Verhandlungen unter finnischer Führung festfahren sollten... Die finnische Ratspräsidentschaft will nun mit Sauna-Diplomatie in der Zypern-Frage Fortschritte erzielen. Gleichzeitig aber ist klar, dass mehr nötig ist als Wasserdampf und lange Kunstpausen, um eine Krise zwischen der EU und der Türkei abzuwenden."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Erweiterung, » Europa, » Türkei
Die Türkei soll im Karikaturenstreit vermitteln
Die EU wird die Türkei bitten, im Karikaturenstreit zwischen Orient und Okzident zu vermitteln, spekuliert die Zeitung. Sollte dies missglücken, könne die EU die Verantwortung auf Ankara abwälzen, sollte die Türkei jedoch Erfolg haben, wäre sie der EU-Mitgliedschaft einen gewaltigen Schritt näher gekommen. "Die USA und die EU brauchen dringend Partner mit einem guten Zugang zu den Hauptstädten des Nahen und Mittleren Ostens. Solange es um Öl, Geld oder Militär geht, ist man dort westlichen Mächten gegenüber verhandlungsbereit; geht es jedoch, wie bei der Mohammed-Krise, um Werte, Moral oder Religion, dann ist es für den Westen sehr viel schwieriger, mit den muslimischen Ländern ins Gespräch zu kommen. Für die Türkei ist dies also eine große Chance, erstmals zur Lösung eines großen diplomatischen EU-Problems beitragen zu können."
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