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Sperl, Gerfried
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Großbritannien ist trojanisches Pferd der USA
Der britische Premier David Cameron hat auf dem EU-Gipfel am Freitag die Änderung der EU-Verträge zur Durchsetzung einer strikteren Haushaltspolitik abgelehnt. Damit zeigt Großbritannien einmal mehr, dass es sich finanzpolitisch an den USA orientiert, schreibt die linksliberale Tageszeitung Der Standard: "Die Regierung in London hat sogar ein paar Trümpfe in der Hand. Der Erhalt des Euro ist ihr kein Anliegen, Medien wie der 'Economist' und die 'Financial Times', beide stark gelesen auch in Kontinentaleuropa, schreiben ihn seit Jahren herunter. Wenn die Briten die politische Kraft der EU (Voraussetzung für einen starken Euro) noch massiver unterminieren, wird Brüssel langsam aber sicher eine lahme Ente. Im Wirtschafts- und Finanzkrieg zwischen den USA und Europa spielt das eine wichtige Rolle. Um ein antikes Bild zu bemühen: So wie es aussieht, ist Großbritannien das trojanische Pferd der angelsächsischen Finanzinteressen mitten im EU-Europa. Paris kaschiert seine Schwächen durch die Allianz mit Berlin. Ob Deutschland stark genug ist, den Briten Paroli zu bieten, muss man bezweifeln."
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Strauss-Kahn bleibt Sicherheitsrisiko
Nach der Wende im Fall Dominique Strauss-Kahn scheint auch dessen Kandidatur um die französische Präsidentschaft wieder möglich. Doch als erster Mann Frankreichs wäre er ein Risiko wegen seines Verhaltens gegenüber Frauen, befindet die linksliberale Tageszeitung Der Standard: "Kann so ein Mann zum französischen Präsidenten gewählt werden? Sicher, wenn ihn die Sozialisten nominieren und das Volk ihm eine Mehrheit über Nicolas Sarkozy verschafft. Er wäre dann ganz legal an der Macht und (mit seinem Wissen) einer der Mächtigsten der Welt. ... Dominique Strauss-Kahn kann tun, was er will - vor allem, weil seine Frau die Eskapaden in der Öffentlichkeit deckt. Aber ein Mann, der Präsident einer politischen Mittelmacht werden möchte, darf kein Sicherheitsrisiko sein. Strauss-Kahn ist es. Selbst dann, wenn rechtlich nichts an ihm hängen bleibt. ... Strauss-Kahn ist immer wie ein Duodezfürst aufgetreten. ... Gefehlt hat nur die barocke Perücke."
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Gehört das Internet den Bürgern?
Chefredakteur Gerfried Sperl schreibt über die Beliebtheit des Bürgerjournalismus, aber auch über seine Gefahren: "Weil Blogging (seltener) und Posting (meistens) anonym passieren, können sie zu Instrumenten des Gegenteils der Meinungsfreiheit werden. Massive Verletzungen der Menschenrechte sind nur eines der Probleme. Irritationen das andere. Unter dem Namen 'George Bush' kann man jederzeit posten. Ist er's oder ist er's nicht? Wie reagieren Internet-Zeitungen darauf?" Oft würden Postings vor ihrer Durchschaltung auf medienrechtliche oder andere Tatbestände geprüft. "Absolute Sicherheit gibt es keine. Viele Blogger jedoch akzeptieren jede Art von Postings, weil sie letztlich nicht belangbar sind. Und die umgekehrt auch die Glaubwürdigkeit des Internet-Journalismus gefährden."
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