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Steiner, Eduard


In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Der Standard - Österreich | 26.11.2007

Die russische Opposition wird zum Schweigen gebracht

Das russische Parlament, die Duma, sei zum "Schweigeparlament" geworden, schreibt Eduard Steiner: "Im postsowjetischen russischen Parlament und selbst während der ersten Amtszeit von Wladimir Putin war ja per definitionem noch parliert worden. Nachdem aber der Kreml dort mittels seiner Partei 'ER' die Kontrolle errichtet hatte, wurde es leiser. Nach den kommenden Parlamentswahlen wird man sich die Lautsprecher sparen können... Aber nicht nur im Parlament mangelt es an einer Diskussionskultur. Ökonomen werfen ein, dass nur ein freier Wettbewerb der Gedanken, ausgetragen in freien Medien, auch den Wirtschaftskurs korrigieren und vor etwaigen Fehlentwicklungen bewahren könnte. Und die zunehmende Dominanz staatlicher Großbetriebe sowie die monopolistischen Tendenzen auf dem russischen Markt hintertrieben die Konkurrenz und damit auch die Grundlage von Innovationen. Unter der mangelnden Diskussion und Meinungsfreiheit leidet also langfristig auch die Wirtschaft."

Der Standard - Österreich | 19.04.2007

Die Furcht vor einem Zerfall Russlands

Warum versetzen ein paar tausend Demonstranten die russische Regierung in Panik und provozieren brutale Polizeiübergriffe wie am vergangenen Wochendende in Moskau? Russland-Korrespondent Eduard Steiner hat mit Garri Kasparow vom Oppositionsbündnis "Das andere Russland" darüber gesprochen: "Für unsere Verhältnisse sind einige Tausend ein Durchbruch im Bewusstsein, zumal sie viel riskieren. Die Staatsmacht hat Angst, dass plötzlich zehn Mal so viele Leute auf der Straße sind... Unsere Demonstranten weisen ein breites demografisches Spektrum auf. Die Leute haben Angst, dass das ganze Land auseinanderfällt, wenn sie auf die Straße gehen. Sie fürchten, dass es mit dem Verschwinden des korrupten Systems noch schlimmer wird und sich das Jahr 1991 wiederholt. Das ist ein psychologisches Trauma, das tief sitzt."

Der Standard - Österreich | 16.04.2007

Russland geht hart gegen Demonstranten vor

Einige tausend Menschen, die in Moskau und Sankt Petersburg demonstrierten, können nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Land keine Opposition mehr hat, meint Eduard Steiner. Er gibt jedoch auch zu bedenken: "Tot sind das politische Leben und der Kampf der Blöcke freilich nur in dem Sinn, wie der Westen Politik versteht. Der Kampf findet sehr wohl statt. Nur wenig sichtbar, weil zwischen denen geführt, die hinter hohen Mauern die Fäden ziehen. Dass er unerbittlich ist, lassen die Turbulenzen erahnen, die sich zuletzt an der Häufung politisch oder ökonomisch motivierter Morde zeigten. Auch zeugen überraschende Entlassungen an den Schaltstellen von Punktesiegen einzelner Gruppierungen. Viele sind in der engen Vernetzung von Politik und Wirtschaft unter Wladimir Putin zu einer neuen Schicht von Oligarchen aufgestiegen. Das Ende seiner Amtszeit im März 2008 verängstigt sie derart, dass ein turbulentes Jahr bevorsteht."

Der Standard - Österreich | 10.12.2006

Ein Gasprom-Turm für St. Petersburg

Eduard Steiner und Wojciech Czaja polemisieren gegen einen rund 300 Meter hohen Turm, der im russischen St. Petersburg zum Wahrzeichen einer neuen Gasprom-City am rechten Newa-Ufer werden soll. "Der Osten greift nach dem Westen. Bukarest, Sofia, Warschau, Kiew und allen voran Moskau ziehen ihre Immobilien-Projekte wie die Schwammerln hoch. Fesche Architektur wird zum neuen Aushängeschild ehemals kommunistischer Länder, über Ethik und Geschmack braucht man nicht zu diskutieren. Was zählt, ist Gigantomanie." Für Petersburg hat das britische Büro RMJM mit seinem Hochhausentwurf den Wettbewerb gewonnen. "77 Stockwerke hoch wird sich der Turm an der Newa in die Wolken schrauben. Der fünfeckige Grundriss und die elegante Torsion, verlautbaren die Architekten, leite sich vom wandelnden Charakter des Wassers ab, von seinen Lichtspielen, Brechungen und Reflexionen...'Natürlich gibt es Debatten und viel Widerstand', sagen die Architekten und vergleichen sich prompt mit Monsieur Gustave Eiffel, 'aber denken Sie nur einmal an Paris! Durch den Eiffelturm mit seinen 324 Meter Höhe wurde das wertvolle Paris sogar noch wertvoller.' Die Grenzen zwischen Kultur und Turbokapitalismus scheinen verschwommen."

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