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Stephens, Philip
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Ein britisches Referendum über den EU-Vertrag?
Philipp Stephens sieht eine Parallele in der heute stattfindenden Parlamentsdebatte über ein mögliches Referendum zum überarbeiteten EU-Vertrag und einer Parlamentsdebatte von 1975. Damals diskutierten die Abgeordneten den Vorschlag von Premierminister Harold Wilson, der nach zwei Jahren EU-Mitgliedschaft über einen weiteren Verbleib Großbritanniens in der EU abstimmen lassen wollte. "Wilsons Regierung sah darin eine Chance, interne Labour-Streitigkeiten über Europa zu beenden. Die frisch gekürte Chefin der Konservativen, Margaret Thatcher, ... vertrat die Gegenposition. Damals glaubte sie fest an die Souveränität parlamentarischer Entscheidungen. Sie war überzeugte Europäerin... Sie meinte, Referenden würden die parlamentarische Unabhängigkeit politischer Zweckdienlichkeit opfern. Es sei für Minderheiten in einem System wie dem britischen bedrohlich, wenn die liberale Demokratie gegen das Diktat der Mehrheit eingetauscht würde. Sie meinte: 'Vielleicht hatte ja der alte Lord Attlee Recht mit seiner Behauptung, nur Diktatoren und Demagogen bedienten sich eines Referendums'."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Verfassung, » Innenpolitik, » Großbritannien
Der britische "Krieg gegen den Terror" hat ausgedient
Philip Stephens konstatiert einen Wechsel im Sprachgebrauch der neuen Regierung Gordon Browns im Vergleich zu Tony Blair. "Großbritanniens neuer Premierminister scheut die Formel vom 'Krieg gegen den Terror'. Nach den fehlgeschlagenen Bombenattentaten von Glasgow und London vermied Browns Mannschaft Anspielungen auf 'islamistische Terroristen'. Stattdessen brandmarkten die Minister die Anschläge als kriminelle Akte... Die Formel 'Krieg gegen den Terror' schien die Behauptung der Islamisten vom 'Kampf der Kulturen' zwischen dem Islam und dem Westen zu bestätigen. Das wiederum war der al Qaida und ihren Partnern dienlich, da sie die unzähligen Konflikte im Nahen und Mittleren Osten als eine einzige Geschichte westlicher Unterdrückung darstellen konnte... Der Westen muss vor allem zwischen dem unversöhnlichen Extremismus der al Qaida-Leute und vielen anderen Missständen, Konflikten und ausweglosen Situationen, die die Gewalt in der islamischen Welt anheizen könnten, unterscheiden."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Großbritannien, » Naher und Mittlerer Osten
Philip Stephens über gefühlte globale Unsicherheit
Philip Stephens fragt nach der Bedeutung einer kürzlich veröffentlichten Studie, nach der es derzeit weit weniger Kriege auf der Welt gibt als zu jeder anderen Zeit seit 1945. "Warum erscheint eine Welt mit viel mehr Demokratien, weniger Kriegen und weniger Verfolgung von Zivilisten so viel gefährlicher? Ein Teil der Erklärung ist im Verbreitungsgrad der weltweiten Kommunikation zu suchen. Technologie hat die Welt kleiner gemacht. Satelliten und digitale Aufnahmetechnik haben die öffentliche Wahrnehmung dessen, was anderswo auf der Welt geschieht, verändert. Es gibt weniger Kriege, aber wir sehen mehr davon. Das ist im großen und ganzen eine gute Sache. Die ethischen Standards sind höher... Die ständige Berichterstattung hat viel dazu beigetragen, dass der Westen gegenüber Tod und Zerstörung in fernen Ländern weniger tolerant ist. Fernsehnachrichten haben viel dazu beigetragen, die beschämten Europäer in den 90ern zu einer verspäteten Intervention auf dem Balkan zu bewegen... Fernsehen kann allerdings nicht nur berichten, sondern auch verdrehen... Es neigt dazu, seinem Publikum eine Welt zu zeigen, in der jede Bedrohung universell ist, jede Gefahr existenziell."
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