Navigation

 

Home / Autorenindex


Stille, Alexander


RSS Die Texte von "Stille, Alexander" als RSS-Feed abonnieren


In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


La Repubblica - Italien | 21.01.2009

Obama und Gott

Die links-liberale Tageszeitung La Repubblica kommentiert den religiösen Gehalt von Barack Obamas Antrittsrede: "Der Eid auf die Lincoln-Bibel, die vielen Hinweise auf Gott, die lange Predigt, die der Rede des neuen Präsidenten vorangegangen ist, der unerschrockene Patriotismus und das sublime Gefühl eines nationalen, spezifisch amerikanisch ausgerichteten Zwecks dürften für viele in Europa eher befremdlich sein. … Die Rede steht in Amerika in einer wichtigen rhetorischen Tradition, die ganz zutreffend als Amerikas Zivilreligion bezeichnet wird. … In Anbetracht der tiefen emotionalen Kraft dieser (von Religion getränkten) Sprache und ihrer Fähigkeit, nationale Prioritäten zu setzen, hat Obama immer äußerst geschickt aus dem Reservoir von Jefferson, Lincoln, Kennedy und Martin Luther King geschöpft. Der neue Präsident versucht die Kraft dieser Tradition als Kontrast zu der nationalistischen Variante [George W.] Bushs zu nutzen, und sie seinem neuen und vollkommen anders gearteten Programm dienlich zu machen."

Financial Times - Großbritannien | 17.02.2006

Berlusconis Wahlkampf

Der italienische Premierminister Silvio Berlusconi "hat das Leben Italiens zur weltlängsten Reality-Show gemacht: die Hauptnachricht eines jeden Tages - aufregend oder langweilig, wichtig oder banal - ist Berlusconi. Im postideologischen Zeitalter ist das, was Berlusconi verkauft, einfach nur Berlusconi, nicht etwa eine Partei oder ein Programm", schreibt der Medienwissenschaftler Alexander Stille von der New Yorker Columbia University. "Eine Studie über das Verhalten von Wählerinnen, die ursprünglich die regierenden Christdemokraten gewählt hatten, hat ergeben, dass erstaunliche 75 Prozent derer, die vier oder mehr Stunden täglich fernsehen, 2001 für Berlusconi gestimmt haben. Von denen, die täglich zwei Stunden oder weniger fernsehen, waren es nur 22 Prozent... In postmoderner Politik zählt das Erscheinungsbild mehr als die Realität."

» Autorenindex


Weitere Inhalte