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Sulser, Eléonore
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Bulgarien geht in die Stichwahl
"Nach Polen und der Slowakei ist jetzt Bulgarien an der Reihe. Eine Welle scheint über jene Länder zu schwappen, die gerade der EU beigetreten sind oder die ihr demnächst beitreten werden. Wie noch nie seit dem Fall des Eisernen Vorhangs lässt sich ein Teil der Wählerschaft dieser jungen Demokratien von populistischen, nationalistischen oder gar rassistischen Diskursen bezirzen", erklärt Eléonore Sulser. "Mit ein wenig Zynismus könnte man dies als schlichte Anpassung an die europäische 'Norm' sehen. Schließlich haben die westeuropäischen Länder seit langem ihre eigenen Hausgeister. Für die bulgarische Präsidentschaftswahl, bei der ein Ultranationalist das traditionelle politische Duell aufmischt, gibt es offensichtlich einen Präzendenzfall: den ersten Wahlgang der französischen Präsidentschaftswahl vom 21. April 2002 [bei der es Jean-Marie Le Pen gegen Jacques Chirac in die Stichwahl schaffte]... Und doch bietet Europa einen Schutzmantel, der in der Lage ist, derlei Wutausbrüche aufzufangen. Die Wähler scheinen übrigens darauf gewartet zu haben, dass sich Europas politischer Regenschirm über ihnen aufspannt – nun gönnen sie sich den Luxus, der populistischen Versuchung nachzugeben."
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Katalonien - ein Modell für Europas Regionen?
Die Brüsseler Korrespondentin Eleonore Sulser analysiert die ambivalente Rolle, die Europa als Verbündeter der Regionen spielt. "In Spanien, wo die aktuelle Regierung an einem neuen Föderalsimusmodell bastelt, nimmt die Unabhängigkeit der Regionen zu... Anderen Ländern geht es ähnlich: Mit der Aussicht auf europäische Absicherung entstehen - wie im Fall von Montenegro – aus Abspaltungen neue Staaten. Unter dem Schutz von Europa können diese neuen Staaten sicher sein, dass sie nicht in Isolation geraten oder Gewaltanschlägen ausgesetzt sein werden... Es ist paradox: die EU begünstigt Abspaltungen und eher harmlose Freiheitsbestrebungen und trägt zugleich dazu bei, die Auswirkungen zu mildern. Nachbarn, die aus Spaltungen entstanden sind, merken in Brüssel oft schnell, dass gerade diejenigen ihre besten Verbündeten sind, die sie verlassen wollten."
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Österreich gibt einen neuen Ton vor
"Österreich stellt seine EU-Präsidentschaft unter das Zeichen der Bescheidenheit", meint Eléonore Sulser. "Der Wechsel von den Briten zu den Österreichern bringt einen radikal neuen Ton mit sich: Die Briten, allen voran Tony Blair, hatten im vergangenen Juli große europäische Ambitionen kund getan. Der österreichische Kanzler Wolfgang Schüssel gab sich Anfang 2006 in seinen Zielen eher bescheiden: Wiederbelebung des Wirtschaftsprogramms von Lissabon, Weiterführung der Erweiterung und aktives Nachdenken über die Zukunft der Verfassung sind dabei die wichtigsten Elemente. Manche seiner Mitarbeiter haben sich gar darum gekümmert, ihre europäischen Partner vor jedem Enthusiasmus zu warnen."
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