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Sylvester, Rachel
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Britische Liberaldemokraten haben Qual der Wahl
Der Kandidat der Liberaldemokraten für das Amt des britischen Premierministers, Nick Clegg, gewinnt als Außenseiter zunehmend an Sympathien. Seine Chance auf einen Wahlsieg ist gering, doch es wächst die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Parlament ohne klare Mehrheitsverhältnisse kommt. Die Tageszeitung The Times fragt sich, mit welcher der beiden Parteien Clegg regieren könnte: "Der Führer der Liberaldemokraten hält sich die Option offen, wen er ... unterstützen soll. Verbündete betonen, dass er bei einzelnen Themen jeweils die eine oder andere Partei stützen könnte, statt eine offizielle Koalition mit Labour oder den Konservativen einzugehen. Das außergewöhnliche politische Klima hat jedoch ein Schlaglicht auf die Differenzen innerhalb der Parteien und zwischen ihnen geworfen. In Wahrheit sind Labour, Konservative und Liberaldemokraten bereits Koalitionen von Menschen mit sehr unterschiedlichen Ansichten und je ungewisser der Ausgang der Wahl, desto größer wird der Druck unter dem sie stehen."
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Großbritannien debattiert über die Scharia
Für Rachel Sylvester ist Großbritannien kein säkularer Staat, sondern ein zutiefst christlich geprägtes Land. "Rowan Williams hat an diesem Wochenende erlebt, was das wirklich bedeutet. Marx bezeichnete Religion einst als Opium für das Volk; der Erzbischof musste feststellen, dass Religion auch eine Art intellektuelle Droge sein kann, die die Nation wach hält und nächtelang debattieren lässt. Williams Äußerung, dass die Einführung der Scharia in einigen Teilen Großbritanniens 'unvermeidlich' sei, fordert nicht nur das Rechtssystem heraus, sondern fragt auch nach der Beziehung von Kirche und Staat... Es geht um mehr als um Regeln, wie Hypotheken oder Scheidungen gehandhabt werden: Es geht um die britische Identität... Großbritannien ist anders als Frankreich oder die Türkei kein säkularer Staat. Seine Geschichte und Kultur beruhen auf der Verbindung von Kirche und Staat. Es ist seltsam, dass der Erzbischof das leugnet."
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British National Party profititert von schlechter Lebensqualität
Rachel Sylvester kommentiert eine Umfrage des Joseph Rowntree Charitable Trust, wonach ein Viertel der Londoner Wähler damit liebäugelt, die extrem rechte British National Party (BNP) bei den im Mai anstehenden Kommunalwahlen zu wählen. "Eigentlich bedeutet die Unterstützung der BNP nicht Protest gegen die ethnisch gemischte Gesellschaft; sie ist vielmehr ein wütender Aufschrei gegen die Lebensbedingungen in einigen der ärmsten Gegenden des Landes... Die BNP beutet eine Mischung aus zunehmender Frustration und echten Problemen aus: der Mangel an bezahlbaren Wohnungen, zunehmende Kleinkriminalität, die Erfolglosigkeit städtischer Schulen, der fehlende Identitätssinn der weißen Arbeiterklasse nach dem Zusammenbruch der traditionellen Industrien... Der Aufstieg der BNP sollte die politischen Parteien der Mitte aus ihrer Erstarrung holen. Aber die Richtung oder der Ton britischer Politik darf sich dabei nicht ändern. Denn das wäre wirklich ein Erfolg für die Extremisten."
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