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Szőcs, László


In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Népszabadság - Ungarn | 02.07.2008

EU-Skeptiker im Aufwind

Die überregionale Tageszeitung Népszabadság sieht die EU-Skeptiker in ganz Europa im Aufwind: "Nicolas Sarkozy, der seit gestern an der Spitze der EU steht, hat zu Beginn gleich zwei schlechte Nachrichten schlucken müssen. Weder der deutsche noch der polnische Präsident haben die Ratifikation des 'Lissaboner Vertrags' unterschrieben - zumindest vorläufig. ... Der Widerstand von Horst Köhler scheint eher formell zu sein. ... Und auch der polnische Präsident Lech Kaczynski wird wohl zu überzeugen sein, allerdings verlangt er dafür sehr viel. ... In den meisten EU-Mitgliedsländern verlief die Ratifizierung des 'Lissaboner Vertrags' mehr oder minder glatt. Dennoch wäre es naiv, zu glauben, dass die Euroskeptiker nun ins Hintertreffen geraten sind - abgesehen von den Iren freilich. Es ist durchaus möglich, dass Lech Kaczynski oder der tschechische Präsident Vaclav Klaus in Sachen EU-Integration auf die Bremse treten werden."

Népszabadság - Ungarn | 20.06.2007

Das Ende der EU-Verfassung

László Szöcs überlegt, welche Konsequenzen ein Scheitern des EU-Gipfels hätte: "Wenn der Gipfel scheitert, müssen die EU-Institutionen mit der heute gültigen Rechtsnorm weiterarbeiten, was für die 27 Mitgliedsstaaten eine politische Ohrfeige wäre, denn die institutionellen Reformen würden wieder auf die lange Bank geschoben. Die gemeinsame Außenpolitik bliebe rudimentär, in der Innen- und Sicherheitspolitik würden Entscheidungen durch das Vetorecht weiterhin erschwert, der Sinn der EU-Erweiterung könnte in Frage gestellt werden. Laut Nizza-Vertrag können keine neuen Länder der EU beitreten. Das würde die EU-Integration des West-Balkan blockieren."

Népszabadság - Ungarn | 12.04.2007

Wie ungarisch ist Nicolas Sarkozy?

"Sogar Mozart war vielleicht ein Ungar" bemerken die Ungarn selbstironisch, wenn sie gerade wieder einmal dabei sind, internationale Berühmtheiten aufzuzählen, deren Ahnen aus Ungarn stammen. Die kleine Stadt Budakeszi ist stolz auf den ehemaligen deutschen Außenminister Joschka Fischer, und auch das Dorf Alattyán, aus dem der Großvater von Nicolas Sarkozy auswanderte, würde sich gerne mit dem französischen Präsidentschaftskandidaten schmücken, obwohl dieser außer seinem Namen nichts mit Ungarn zu tun hat. László Szőcs amüsiert sich über seine Landsleute: "Sarkozy ist in Paris geboren, kann kein Wort Ungarisch, hatte kaum Kontakt mit seinem ungarischen Vater: Was sollte ihn zu einem Ungarn machen? Sein Blut? In Frankreich fällt so etwas nur den Rechtspopulisten ein. Laut Le Pen hätte Sarkozy eher in Ungarn Karriere machen sollen... Wir sollten uns damit abfinden, dass Sarkozy, falls er die Präsidentschaftswahlen gewinnt, keinen 'ungarischen Akzent' in der Europäischen Union setzen wird. Die Gebiete, die Ungarn 1920 durch den Friedensvertrag von Trianon verloren hat, sind ihm egal, und er wird die Endstation der Pariser U-Bahn nicht ins ungarische Dorf Alattyán verlegen."

Népszabadság - Ungarn | 10.03.2007

EU-Gipfel findet Kompromiss beim Klimaschutz

Beim Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs am 9. März wurde beschlossen, den Anteil erneuerbarer Energien bis 2020 auf 20 Prozent zu erhöhen. Nach längerem Stillstand scheint der deutsch-französische Motor der EU plötzlich wieder zu funktionieren, meint Brüssel-Korrespondent László Szőcs: "Die Franzosen setzten zwar durch, dass das Potenzial der Atomenergie prominent genug erwähnt wird (trotz der Proteste Österreichs und Irlands). Der deutschen EU-Ratspräsidentschaft ist es dennoch gelungen, die verschiedenen Positionen der Mitgliedstaaten auf einen Nenner zu bringen." Eine gemeinsame Energiepolitik sei allerdings immer noch Zukunftsmusik: "Zypern braucht Energie, um das Land zu kühlen, Dänemark braucht Energie, um das Land zu heizen. Finnland entwickelt seine Atomkraftwerke weiter, Deutschland baut sie ab. Die EU fordert, den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern, was die deutsche Autoindustrie benachteiligt, während die italienischen und französischen Autos die Vorgaben bereits erfüllen."

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