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Tóth, Ákos
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Präsident von Orbáns Gnaden
Eine Universitätskommission stellte in der vergangenen Woche fest, dass Pál Schmitt seine gesamte Dissertation aus dem Jahr 1992 von anderen Autoren abgekupfert hatte. Daraufhin wurde ihm der Doktortitel aberkannt. Nach Ansicht der linksliberalen Tageszeitung Népszabadság war Schmitt für das Präsidentenamt völlig ungeeignet: "Alle wussten, dass er ungeeignet ist. Premier Viktor Orbán wusste es, der ihn zum Kandidaten machte, Parlamentspräsident László Kövér wusste es, der von Anfang an gegen Schmitts Kandidatur war, das Präsidium der Regierungspartei Fidesz wusste es, die Fraktion des Fidesz wusste es, das Parlament wusste es, Budapest wusste es, ja, das ganze Land wusste es. Und dennoch. Dennoch wurde Pál Schmitt zum Präsidenten gewählt, weil Viktor Orbán es so wollte. Er wollte es, weil er wusste, dass er genau so einen Mann benötigt, ... der nicht bockbeinig ist, und der ohne Nachzudenken jedes Gesetz unterschreibt, das ihm vorgelegt wird. Und so wurde die Inkompetenz zur Tugend erhoben."
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Europawahlen: Fidesz-Spielraum hat sich eingeengt
Die linksliberale Tageszeitung Népszabadság analysiert, dass die nationalkonservative Partei Fidesz, stärkste Partei bei den ungarischen Wahlen zum Europaparlament, von der rechtsradikalen Partei Jobbik immer mehr bedrängt wird. "Kein Zufall also, dass er [Fidesz-Chef Viktor Orbán] nach dem schrecklichen Mord an einem Mädchen, der ohne jegliche Beweise sofort den Roma in die Schuhe geschoben worden war, sagte, dass das Fass übergelaufen sei (damit bezog er sich aber nicht darauf, dass Roma grundlos beschuldigt worden sind, ganz im Gegenteil). Es ist auch kein Zufall, dass Orbán im Europaparlament-Wahlkampf einen Großteil seiner Energien darauf verwandte, Jobbik zu neutralisieren und die Notwendigkeit einer einheitlichen Rechten zu verkünden. Alles vergeblich. ... Jobbik hat den Fidesz schon als 'Gegner' definiert - die rechtsradikale Partei will das Fidesz-Lager nicht nur bedrängen, sondern davon auch ein Stück für sich abschneiden. Der Bewegungsspielraum des Fidesz hat sich also sichtlich eingeengt."
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Plattenbaubewohner könnten Wahl entscheiden
Ákos Tóth denkt im Népszabadság über die Probleme der Plattenbaubewohner nach: "Die rund zwei Millionen Einwohner der etwa 600 000 Plattenbauwohnungen in Ungarn könnten ... die nächste Wahl entscheiden. Doch wissen die Politiker mit dieser Masse wenig anzufangen. ... Ein Problem, das alle teilen, ist die Tatsache, dass die Gebäude veraltet sind. ... Im Sommer ist es unerträglich heiß. ... Im Winter wiederum muss geheizt werden. Nur dass aus den Plattenbauten die Wärme entweicht und die Fernwärme horrend teuer ist. Die Zeche zahlen die minder bemittelten Bewohner. Selbst im heißen Sommer muss der Eigentümer einer 67 Quadratmeter großen Wohnung monatlich rund 16 000 Forint [etwa 66 Euro] für Fernwärme zahlen ..., im Winter sind es rund 38 000 [etwa 157 Euro]. Wenn jemand aus einem monatlichen Budget von 150 000 Forint [rund 620 Euro] eine drei- oder vierköpfige Familie zu ernähren hat, ist dies nicht einfach. Etwas ist hier gar nicht in Ordnung."
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