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Tavares, João Miguel
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
João Miguel Tavares über die Burka als Demütigung der Frau
João Miguel Tavares stimmt in der Tageszeitung Correio da Manhã dem französischen Parlamentsausschuss zu, der empfohlen hat, muslimische Ganzkörperschleier zu verbieten: "Wie erwartet, haben sich gleich Stimmen dagegen erhoben ... . Das Verbot sei ein Attentat auf die Bürgerrechte, eine Beleidigung der Muslime und man schaffe damit ein Problem, wo es keins gebe, denn in Frankreich tragen schätzungsweise lediglich 2.000 muslimische Frauen Burka oder Niqab. Meiner Meinung nach sind das 2.000 zu viel. Wahrscheinlich werden auch weniger als 2.000 Frauen dort beschnitten - doch dies macht die Beschneidung nicht akzeptabel. Das Schweizer Minarettverbot ist ein grund- und sinnloser Angriff gegen eine Religion. Die öffentliche Zurschaustellung der Demütigung von Frauen zu verhindern, ist hingegen eine demokratische Pflicht ... . Es geht hier nicht um Zahlen, sondern um Prinzipien. Die Burka ist nicht der letzte Schrei der Wintermode, sondern ein Symbol der Unterwerfung der Frauen. In einem Land, das in Freiheit und Gleichberechtigung zwei seiner Grundwerte hat, muss das nicht toleriert werden. ... [Frankreichs Präsident Nicolas] Sarkozy hat - wenigstens einmal - Recht."
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Kritik an Affen-Karikatur
Die US-amerikanische Zeitung New York Post hat eine Zeichnung veröffentlicht, die zwei Polizisten zeigt, die einen Schimpansen erschossen haben. Das Tier liegt in einer Blutlache, während einer der Polizisten zum anderen sagt 'Sie müssen jemand anderen finden, der das nächste Konjunkturprogramm verfasst'. Kritiker werfen der Zeitung vor, darin US-Präsident Barack Obama mit einem Schimpansen zu vergleichen. Die Tageszeitung Diário de Notícias reagiert mit Unverständnis: "Cartoons über Barack Obama zu zeichnen ist eine genauso heikle Angelegenheit, wie über den Prophet Mohammed. ... Scheinbar ist es wegen der Hautfarbe des US-Präsidenten nun der westlichen Presse verboten Schimpansen im Zusammenhang mit der US-Regierung zu zeichnen. ... Die Wahrheit ist, dass Tage vorher in Connecticut [US-amerikanischer Bundesstaat] die Polizei einen Schimpansen, der eine Frau angegriffen hatte, töten musste. Wie konnte dieser offensichtlicher Bezug ignoriert werden? Die Maschine des politisch Korrekten schert sich nicht um den gesunden Menschenverstand und hat keinen Respekt vor der Meinungsfreiheit. ... Die Frage der Hautfarbe wird erst beseitigt sein, wenn ein Karikaturist über die neue US-Regierung eine Satire mit Affen zeichnen kann, ohne dass dies zu einem Skandal führt."
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Politiker scheuen vor Homo-Ehe
Die Linkspartei Bloco de Esquerda hat in Portugal einen Gesetzesentwurf für die Homosexuellen-Ehe vorgelegt. Die Regierung der Sozialistischen Partei (PS) hat ihre Abgeordneten angewiesen, gegen die Vorlage zu stimmen, obwohl sie eigentlich die Homo-Ehe befürwortet. Dieser politische Schachzug ist unsinnig, meint die Tageszeitung Diário de Notícias. "Wofür gibt es 230 Abgeordnete im Parlament, wenn sie nicht nach ihrem eigenem Gewissen entscheiden dürfen? ... Auch die Begründung der PS für diese Anweisung ist gravierend: ... Die PS stimme nicht gegen die Hochzeit von Homosexuellen, sondern gegen den 'politischen Opportunismus' der Bloco de Esquerda. Das bedeutet: Die PS ist überzeugt, dass die aktuelle Situation der Homosexuellen unfair ist, aber dies sei nicht der richtige Zeitpunkt, um Ungerechtigkeiten zu beheben. Unglaublich. Wir leben in einem Land, in dem die Regierung der Meinung ist, dass sogar die Beseitigung von Ungerechtigkeiten, die lediglich von der Erlassung eines Gesetzes abhängen, einem bestimmten Timing unterliegen müssen."
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