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Tavcar, Borut


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Delo - Slowenien | 20.04.2010

Slowenen fördern Gemeinschaftssinn

Am vergangenen Samstag haben 250.000 Freiwillige wilde slowenische Mülldeponien im ganzen Land beseitigt. Die Tageszeitung Delo sieht das als einen Ausdruck des Gemeinschaftssinns: "Wir alle sind der Staat, sagen Umweltschützer. Ein großer Teil der Bürger fühlt nach der Aktion berechtigterweise Freude und Stolz, weil sie etwas Gutes und Großes geleistet haben. ... Viele wünschen sich, dass diese Aktion wiederholt wird. Offensichtlich fehlt der modernen Gesellschaft eine derartige Form des Zusammenseins, wo wir doch ständig vor dem Computer oder dem Fernsehgerät sitzen und unsere Nachbarn nicht mehr kennen. Das hat offensichtlich auch ganz oben jemand gemerkt. Nach dem Regen schien am Tag der Aktion die Sonne. Vielleicht ist dies ein endgültiges Zeichen dafür, dass uns alle zur Seite stehen, wenn wir etwas Gutes tun."

Delo - Slowenien | 07.12.2009

Umwelt einheitlich schützen

Beim Klimagipfel in Kopenhagen wird wohl nur vereinbart, weiter zu verhandeln und welche Ziele man erreichen will, schreibt die Tageszeitung Delo. Doch eine Vereinbarung der Mehrheit der Länder hätte viele positive Folgen: "Würden einheitliche Regeln festgesetzt, so dürfte kein Land mehr Meere übermäßig plündern, Wälder niederbrennen oder Flüsse vergiften. Wir haben uns die Alkoholiker und Raucher vorgenommen, warum sollten wir nicht auch die Autofahrer ein wenig einschränken? Fossile Brennstoffe sind begrenzt, außerdem gibt es die meisten davon in Ländern, die als nicht allzu zuverlässig gelten. Eine verstärkte Nutzung erneuerbarer Energiequellen würde die Abhängigkeit von diesen Ländern verringern, außerdem wären so die großen Überlandleitungen überflüssig. ... Und wenn sich eineinhalb Milliarden Menschen auf die Suche nach grünen Bäumen und sauberem Wasser machen, kann diese Situation niemand mehr bewältigen."

Delo - Slowenien | 04.09.2009

Wird Slowenien souverän argumentieren?

Italien plant, in der Bucht von Triest an der slowenischen Grenze Gasterminals zu bauen. Die slowenische Regierung hat sich jetzt der Kritik von Naturschützern angeschlossen, dass die Terminals große Umweltschäden im Meer verursachen könnten. Das kommentiert die Tageszeitung Delo: "Nächste Woche, wenn Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi nach Ljubljana kommt, könnten die Beziehungen weniger gut und vorbildlich sein, als bislang vom [slowenischen] Außenministerium beschrieben. ... Die Hauptfrage ist also, ob Slowenien wieder den Schwanz einziehen oder souverän gegenüber Italien argumentieren wird, dass die Gasterminals nicht in die Bucht von Triest gehören. Die Angst, dass Italien nicht so leicht zu überzeugen sein wird und man das Land unter Umständen [vor dem Europäischen Gerichtshof] verklagen muss, ist zu spüren. Auf der anderen Seite stehen das Geld und nicht zuletzt Europas Energiepolitik."

Delo - Slowenien | 13.01.2009

Gas als Ausrede für Atomstrom

Anlässlich des Gas-Streits fordert die Tageszeitung Delo verstärkte Bemühungen um alternative Energiequellen: "Die Medienberichterstattung über den russisch-ukrainischen Gasstreit hatte eine ziemlich klärende Wirkung. ... Der Anteil von Erdgas in der slowenischen Energieversorgung ist im Vergleich zu anderen Ländern gering. In Zeiten der verdächtig oft vorkommenden Gaskrisen ist das sogar gut, für den Treibhausgasausstoß aber nicht. Sofort hat man wieder Gespräche über sicherere Lieferungen, über mögliche Pipelines, Terminals und Lager aufgenommen. Allerdings zu schnell. Denn unter Druck arbeiten Institutionen nicht am besten. Der Anteil an Erdgas könnte auf Kosten von Heizöl und Kohle erhöht werden, doch müsste vor allem der Anteil an erneuerbaren Energiequellen stärker als bisher gefordert werden. ...Unsere Politiker werden am Ende wahrscheinlich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: [Sie werden] Erdgas als Ausrede benutzen, unser Holz und die Sonnenenergie vergessen und eine zweite Atomkraftanlage bauen."

Delo - Slowenien | 12.12.2008

Wirtschaftskrise verdrängt Klimapolitik

Angesichts der globalen Wirtschaftskrise vergessen viele Politiker, dass sie sich verpflichtet haben, die Erde für die kommenden Generationen zu erhalten, meint die Tageszeitung Delo. Auch die Verabschiedung des EU-Klimapakets und die Verhandlungen in Poznań kommen dadurch ins Stocken: "Einige Industrienationen haben begonnen, die Vorwürfe der größten Entwicklungsländer zu wiederholen. In Zeiten der Wirtschaftskrise haben sie sich daran erinnert, dass man vielleicht einen Freibrief erhalten kann. Doch was werden dazu die kleinen Inselstaaten sagen, die in den kommenden Jahrzehnten unter der Wasseroberfläche verschwinden werden, obwohl sie dem Planeten keinen Schaden zugefügt haben? ... Außerdem stehen die Gespräche derzeit irgendwie still, weil die neue Regierung von Barack Obama noch nicht im Amt ist. Auch Indien und China warten auf die Entscheidung der USA über eine Zusammenarbeit im Kampf gegen den Klimawandel, bevor sie überhaupt zu Gesprächen über die Reduzierung von Emissionen ... bereit sind. Die Reichen werden früher oder später nachgeben müssen, sonst erwartet unseren Planeten eine weit gründlichere Reinigung - der Kampf ums Überleben. Allerdings gibt es viel weniger Reiche als verzweifelte Arme, die nichts zu verlieren haben."

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