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Teodorescu, Cristian
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Privatuni will Bewerber ohne Abitur
Die Privat-Universität Apollonia im nordrumänischen Iaşi hat angekündigt, für das kostenpflichtige Studium auch Bewerber ohne Abitur annehmen zu wollen. Die Uni reagiert damit nach eigener Aussage auf das schwache Abschneiden der Gymnasiasten in diesem Jahr. Der Schriftsteller Cristian Teodorescu hält die Idee in seinem Blog auf dem Portal Voxpublica für absurd: "Man kann also Student werden und bis zum zweiten Studienjahr sein Abi nachreichen. Falls nicht, hat man natürlich die Studiengebühren für diese beiden Jahre umsonst bezahlt. ... Doch wenn man sich schon ohne Abitur einschreiben kann, warum geht die Uni mit ihrer reformerischen Idee nicht bis ans Limit? Zahlungsfähiger Student könnte man doch schon in Klasse 9 werden, natürlich mit der Auflage nebenbei noch das Gymnasium zu besuchen, so dass man an der Apollonia Abi und Diplom als Zahnarzt oder in den Kommunikationswissenschaften in einem Abwasch machen kann und sich anschließend fürs Promotionsstudium einschreiben kann, natürlich an derselben Uni."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Erziehung / Bildung, » Rumänien
Rumäniens Printmedien im Niedergang
Mehrere wichtige rumänische Tageszeitungen haben in den vergangenen zwei Jahren ihre Printausgabe eingestellt und sind nur noch im Internet zu lesen. Dieser Trend wird sich fortsetzen, prophezeit der Schriftsteller Cristian Teodorescu in seinem Blog auf dem Portal Voxpublica: "Frühmorgens greifen sich in der Bukarester Metro fast alle eine kostenlos vertriebene Zeitung, abends nimmt man sich eine andere Gratiszeitung. Gekauft werden die Boulevardblätter und, viel weiter unten in der Rangordnung, die Sportzeitungen. Doch auch die Boulevardblätter haben keine umwerfend hohen Auflagen. Meine These ist, dass abgesehen von dem Verschwinden der Kioske der Auflagenrückgang auch damit zusammenhängt, dass fast zwei Millionen Einwohner ausgewandert sind. Und ein wesentlicher Teil der zurückgebliebenen aktiven Bevölkerung liest die Presse nur online. Setzt sich dieser Prozess fort, werden die derzeit existierenden Printzeitungen nur noch bis zum Wahlkampf im nächsten Jahr weiterleben."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Printmedien, » Onlinemedien, » Medienökonomie, » Rumänien
Rumänischer Gegenbericht ist gefährlich
Der rumänische Staatschef Traian Băsescu findet den Fortschrittsbericht der EU-Kommission zwar "hart, aber fair", kritisiert ihn jedoch auch als "unausgewogen". Die Bukarester Regierung werde deshalb einen eigenen Bericht erarbeiten, auf dass die EU-Kommission ihren Fortschrittsbericht nach Möglichkeit revidiere. Eine gefährliche Idee, heißt es im Blog Voxpublica: "Stellen Sie sich vor, die EU-Staaten nähmen den Gegenbericht ernst und nicht den der Kommission. Das wäre ein gefährlicher Präzedenzfall, der die EU-Kommission unglaubwürdig machen würde. Traian Băsescu hat versucht deutlich zu machen, dass der Gegenbericht in Zusammenhang mit dem Wunsch Rumäniens steht, [ab dem kommenden Jahr] zum Schengen-Raum zu gehören. Verstehen Sie? Wir bringen uns durch einen Gegenschlag ein! Das ist eine schlechte Idee, denn wir beschuldigen die Kommission und damit die Union versteckter Absichten. ... Hoffentlich wird sich Traian Băsescu bewusst, dass mit der Verwirklichung seiner Idee Rumänien den Ruf erhalten könnte, ein Land zu sein, das versucht die Arbeit der Union zu diskreditieren."
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Ionesco zwischen Frankreich und Rumänien
In diesem Jahr jährt sich zum 100. Mal der Geburtstag von Eugen Ionescu, dem im Westen auch als Eugène Ionesco bekannten französisch-rumänischen Autor des absurden Theaters. Seine Tochter Marie-France Ionesco besteht darauf, dass Ionesco ein Franzose sei und kein Rumäne. Die Tageszeitung Cotidianul schreibt dazu: "Es ist wahr, dass Eugen Ionescu seinen Vater verabscheut hat, weil er gewalttätig und ein Trampel war. Dennoch hat sich dieser dafür eingesetzt, dass sein Sohn das Gymnasium und eine rumänische Uni-Fakultät besuchen konnte, so dass der junge Ionescu Französisch-Lehrer wurde. Es scheint mir absurd, seine Tochter [Marie-France Ionesco] daran erinnern zu müssen, dass Eugen Ionescu auch auf Rumänisch veröffentlichte. Es scheint mir ähnlich absurd, Frau Ionesco an das Detail zu erinnern, dass Eugen Ionescu, als er 1938 nach Frankreich zurückkehrte, ein rumänischer Stipendiat war, und einige Jahre später als rumänischer Staatsbürger Kulturattaché der Antonescu-Regierung [rumänischer Militärdiktator] in [der französischen Stadt] Vichy wurde."
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Erfolg des rumänischen Kinos in Cannes
Selbst die "Alten" sind beeindruckt von Cristian Mungius Erfolg in Cannes: Seit Jahren gibt es in der rumänischen Filmbranche Clinch zwischen einer neuen Generation, die sich wie Mungiu mit dem Erbe des Kommunismus auseinandersetzt, sowie einer älteren Generation, die subventionierte Historienfilme produziert, die früheren Propagandafilmen ähneln. Cristian Teodorescu wundert sich daher sehr über den Cannes-Beifall der älteren Kollegen für Mungiu: "'Das ist ein großer Erfolg für die rumänische Filmindustrie', jauchzen die Personen, die Stunden vor dem Festakt noch nicht einmal geglaubt haben, dass Cristian Mungiu den Preis für die beste Regie bekommen könnte. Weil er Rumäne ist... Ich habe keine Ahnung, was in den alten Regisseur Sergiu Nicolaescu gefahren ist, der plötzlich voll des Lobes für seinen jungen Kollegen ist. Unlängst noch behauptete er, keiner der Regisseure der neuen Generation sei einen Pfifferling wert... In der Alchemie unseres patriotischen Hochmuts spielt der Filmemacher Mungiu kaum eine Rolle. Für die Alten zählen nur die Ansichten von vorgestern. Für sie hat in Cannes die rumänische Filmbranche gewonnen, also sie - die alten Koryphäen."
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