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Terlikowski, Tomasz


In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Polska - Polen | 28.01.2009

Papst will Kirchenspaltung verhindern

Die Tageszeitung Polska bewertet die Entscheidung von Papst Benedikt XVI., vier Bischöfe der konservativen Bruderschaft St. Pius zu rehabilitieren, als Versuch, eine drohende Spaltung der Kirche zu verhindern: "Die mutige Entscheidung von Benedikt XVI. in der Angelegenheit ... war die einzige Möglichkeit, die Kirche vor einem weiteren Schisma zu bewahren. Diese Entscheidung ... ist weder ein Erfolg noch eine Niederlage. Es war nur der Versuch, eine Brücke zwischen den Separatisten, die dem katholischen Traditionalismus die Treue geschworen haben, und dem Heiligen Stuhl zu bauen. Und der Versuch ist umso wichtiger, da die seit zwanzig Jahren faktisch existierende Trennung begonnen hat, sich zu institutionalisieren. Damit besteht die Gefahr, dass sich ein neues Bekenntnis herausbildet. Mit seiner Entscheidung, die Exkommunizierung aufzuheben, hat der Papst der Bruderschaft die geistliche Hand gereicht; er hat ihnen Versöhnung und die vollständige Einheit angeboten."

Rzeczpospolita - Polen | 16.08.2007

Radio Maryja wendet sich von den Kaczyński-Zwillingen ab

Der ultrarechte polnische Sender "Radio Maryja" hat maßgeblich zu den Siegen der Kaczyński-Zwillinge Jarosław und Lech bei den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen beigetragen, schreibt Tomasz P. Terlikowski. Nun wende sich der Kirchensender und die ebenfalls von Pater Tadeusz Rydzyk geführte Tageszeitung Nasz Dziennik von den beiden rechtskonservativen Politikern ab: "Das Bündnis zwischen Jarosław Kaczyński und Pater Tadeusz Rydzyk war eine reine Zweckgemeinschaft. Denn nicht nur die Ansichten, sondern auch das Vorgehen beider Lager waren seit langem zutiefst widersprüchlich... Für jemanden, der aufmerksam die politischen Positionen der Regierungspartei und des Thorner Senders verfolgt, sind die scharfen persönlichen Attacken von Pater Rydzyk auf das Präsidentenpaar und die Politik der PiS während einer Vorlesung für Studenten und die aktuelle politische Wende des Thorner Medienimperiums keine Überraschung."

Rzeczpospolita - Polen | 11.08.2007

Arkady Rzegocki über die Bedeutung der Kirche in Polen

Der Politologe Arkady Rzegocki von der Krakauer Jagiellonen-Universität erklärt im Gespräch mit Tomasz P. Terlikowski, warum die Polen mehr an die Kirche als an den Staat glauben. "Polen, auch polnische Politiker, sehen keinen Widerspruch zwischen der Zugehörigkeit zur Kirche und der Loyalität dem Staat gegenüber. Das liegt paradoxerweise an der Schwäche unseres Staates. Polen identifizieren sich nicht mit dem Staat, weil sie nicht auf ihn zählen können. Der Staat wird immer noch als Verhängnis wahrgenommen und nicht als ein Instrument, das das Zusammengehörigkeitsgefühl stärkt... [In Polen] ist die Kirche eine der wenigen Institutionen, die ein Gefühl der nationalen Gemeinschaft schaffen. Das Geistige, die religiöse Tradition sind das, was uns Polen verbindet, uns eine Identität gibt."

Rzeczpospolita - Polen | 15.06.2007

Der Kampf um die Quadratwurzel

In der EU-Verfassungsdebatte unterstützt Tomasz Terlikowski klar die harte Linie der polnischen Regierung. Sie solle dem französischen und deutschen Druck nicht nachgeben: "Erst droht man uns, dann schmeicheln sie uns. Erst drohten die deutschen Politiker mit einem Alleingang in Energiefragen, jetzt lobt Nicolas Sarkozy die Größe Polens. Aber man darf sich nichts vormachen, in beiden Fällen geht es um das Gleiche: uns von dem für uns günstigen Quadratwurzelsystem abzubringen und das von Deutschland und Frankreich vorgeschlagene System der doppelten Mehrheit anzunehmen... Es ist offensichtlich, dass das System der doppelten Mehrheit sich für Deutschland und Frankreich besser bezahlt macht als das von Polen vorgeschlagene Quadratwurzelsystem."

Rzeczpospolita - Polen | 21.04.2006

Das unterschiedliche Gedächtnis von Polen und Juden

Tomasz Terlikowski schreibt über die Unvereinbarkeit von polnischem und jüdischem Gedenken an die jeweils eigene Geschichte. "Wie schwer die Aussöhnung beider Erinnerungen ist, zeigt allein schon die Geografie Polens. Für die hier lebenden Polen ist das einfach ein Ort ihres Lebens, mit Spaß, Einkäufen, Liebe und Verrat. Es hat keine Bedeutung, ob sich dieses Leben auf dem Gebiet des ehemaligen Warschauer Ghettos abspielt (woher ich stamme), oder in Auschwitz oder Birkenau. Das Leben, obgleich auf oft vergessenen Gräbern, geht weiter. Für die Juden, besonders die nicht polnischen, ist unser Land vor allem ein großer Friedhof, zu dem Schweigen und Ernst gehören. Die Aussöhnung dieser Perspektiven ist überaus schwierig."

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