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Thirion, Stéphane
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Doping als Sport
Laut Stéphane Thirion braucht der Radsport einen starken Mann, um Reformen durchzusetzen. "Der Zusammenbruch eines Systems macht neue und verbindliche Abmachungen nötig. Im Falle des Radsports muss die Revolution von oben kommen. Der internationale Radsportverband hat einen solchen starken, fröhlichen, gelassenen, maßvollen und robusten Mann leider nicht, der den Radsport aus seiner üblen Lage befreien könnte. Warum folgt man nicht dem Beispiel der Uefa, die Michel Platini zum Vorsitzenden gewählt hat? Man müsste eine zentrale Figur des Radsports als Leiter wählen, die Karten auf den Tisch legen, die Schuldigen lebenslänglich sperren, Länge und Schwierigkeiten der Etappen neu bestimmen und diese dämliche ProTour abschaffen - das wäre ein Weg. Wer, außer einem renommierten, ehemaligen Radsportler mit tadelloser Vergangenheit, könnte sonst mit diesem Medusenhaupt fertig werden?"
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Doping-Skandal im deutschen Radsport
"Ist der Traum für immer aus?", fragt Stéphane Thirion. "Die Reihe von Geständnissen der ehemaligen Rennfahrer der deutschen Telekom-Mannschaft zwingt dazu, alles anzuzweifeln: die Heldentaten der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft. Es lässt einen vor Entsetzen erstarren, wenn einer, der so geradlinig, vorbildlich und unbescholten in seiner Disziplin und in seiner Beständigkeit war wie Erik Zabel, zehn Jahre später gesteht, seine Venen für Epo geöffnet zu haben - auch wenn es nur für ein paar Tage war... Man muss über das Ausmaß nachdenken: Ist der heutige Radsport sauber und kann er ab heute noch glaubwürdig sein, wo doch im Hauptfeld immer noch Leute sind, die in einer offenbar schwierigen Zeit mäßige oder große Verantwortung hatten, ehemalige Helden, Betreuer, Ärzte und Sponsoren? Gestehen ist gut, ordentlich aufräumen ist besser. Schluss damit machen ist noch sicherer."
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Tour de France - das Ende der Tortour?
Der Journalist Stephan Thirion erinnert daran, dass diese Tour die letzte des Organisators Jean-Marie Leblanc war. "Siebzehn Jahre, nachdem er die Leitung der Tour übernahm, hat er vor einem Sieger seinen Hut genommen, den er sich nicht besser hätte wünschen können... Der Radsport der alten Schule, mit gewagten Ausreißern, Momenten der Schwäche und wahren Heldentaten: Die Tour 2006 hat all das geboten, ihm, dem sie soviel verdanken, zu Ehren. Denn dass das größte Radrennen der Welt heute noch so lebendig ist, noch so geliebt wird, verdankt es diesem begnadeten Mann, einem Ideengeber, der immer auf der Höhe der Zeit war. Leblanc war der Mann der Stunde, als es um den Kampf gegen das Doping ging."
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