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Thureau-Dangin, Philippe


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Courrier International - Frankreich | 17.06.2011

Philippe Thureau-Dangin über die egoistische Union

Die nationalen Interessen Deutschlands blockieren die Griechenland-Hilfe, Frankreich behindert eine Umverteilung der EU-Subventionen, und die Flamen wollen sich von den Wallonen trennen. In Europa denkt jeder nur an sich, analysiert der Herausgeber von Le Courrier International, Philippe Thureau-Dangin, in der liberalen Wochenzeitung: "Man kann sich ernsthaft fragen, ob die EU in den letzten Jahren nicht zu einem Egoistenclub geworden ist. Den Neuankömmlingen verspricht man das Blaue vom Himmel und präsentiert ihnen dann die Rechnung. Die alten Länder sitzen an den Hebeln der Macht. Frankreich will vor allem seine Agrarsubventionen bewahren und das Gemeinschaftsbudget nicht auf zukunftsträchtigere Bereiche ausrichten. Deutschland profitiert gerne von der EU als großem Binnenmarkt, will sich aber auf gar keinen Fall wirklich solidarisch mit den Mittelmeerländern zeigen, die ihre Staatsfinanzen nicht in den Griff bekommen. ... Und die Belgier? Nun, es ist wohl nicht falsch zu glauben, dass die Haltung der Flamen, die nichts mehr mit den Wallonen teilen wollen, nicht einmal mehr die Sozialversicherung, eigentlich auch Teil dieses weit verbreiteten europäischen Egoismus ist."

Courrier International - Frankreich | 04.10.2007

Philippe Thureau-Dangin über Demokratie

Philippe Thureau-Dangin stimmt der These von Francis Fukuyama zu, dass die Zahl der so genannten demokratischen Länder zunimmt. "Es gibt mehr davon als im Oktober 1989, am Vorabend des Falls der Mauer... Es fanden weltweit noch nie so viele freie – oder beinahe freie – Wahlen statt. Kann man sich darüber freuen? Immer mit der Ruhe! Es besteht weiter eine Kluft zwischen einer formalen und einer wirklichen Demokratie. Im Norden wie im Süden kauft man mit Geld Stimmen und kontrolliert die Medien. Und es ist vielleicht die Ironie der Geschichte, dass sich nun in unseren Demokratien politische Dynastien festsetzen... Man kann sich natürlich mit der Minimaldefinition Karl Poppers zufrieden geben. Nach diesem liberalen Philosophen bedeutet Demokratie nur das Angebot an die Menschen, von Zeit zu Zeit die Regierenden zurückzuweisen oder, anders gesagt, die Alten abtreten zu lassen."

Courrier International - Frankreich | 13.09.2007

Putin bereitet seine Nachfolge vor

"Wie jeder gute Populist - oder vielmehr wie heutzutage jeder Politiker - vereinigt Wladimir Putin Kommunikation und Politik. Er zögert nicht, das genaue Gegenteil von dem zu tun, was das russische Establishment und seine westliche Amtskollegen erwarten", schreibt Philippe Thureau-Dangin. "Es ist interessant zu beobachten, wie Russland, das man vor zehn Jahren noch für todgeweiht hielt, sich heute erfolgreich als strategischer Rivale der USA gibt. Es tritt sogar als ideologischer Rivale auf, denn es argumentiert lautstark mit slawophilen Werten gegen alle Westler, sei es im In- oder Ausland. Hier hat die Globalisierung ihre Grenze."

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