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Tichomirowa, Katja
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Mitten ins Herz
Der Anschlag auf dem Moskauer Flughafen Domodedowo kann schlimmere Folgen haben als die drei anderen, die Russland jüngst erschütterten, vermutet die linksliberale Berliner Zeitung: "Nicht, weil er hinterhältiger war als die vorangegangenen. Auch nicht deshalb, weil er mehr Menschenleben kostete als die Anschläge auf einen Hochgeschwindigkeitszug ... 2009 oder auf die Moskauer Metrostationen im März 2010. Sondern weil es ein Angriff auf den größten und modernsten, den internationalen Flughafen der russischen Hauptstadt war. Seit Jahren fürchtet die russische Führung den Terror genau dort, am Drehkreuz Domodedowo. Der islamistische Terroristenführer Doku Umarow hat lange schon damit gedroht, er werde den Terror ins Herz Russlands tragen. Sollte sich erweisen, dass die Täter tatsächlich aus dem Nordkaukasus kamen, wäre ihm das gelungen."
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Der Schatz der Merowinger in Russland
"Russland zeigt seine Beutekunst", schreibt Katja Tichomirowa über eine Ausstellung mit 1300 Exponaten der Merowinger im Moskauer Puschkin-Museum. Die Stücke waren im Zweiten Weltkrieges aus einem Berliner Museum in die Sowjetunion gebracht worden. "Alle wollen, dass der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, was 60 Jahre in den Geheimdepots sowjetischer Museen lagerte: Erst der Schatz des Priamos, dann die verschollen geglaubten Stücke aus der Berliner Antikensammlung, nun der Goldschatz der Merowinger - alle aus den Kellern von Frau Antonowa [Direktorin des Moskauer Puschkin-Museums]. Weitere Überraschungen sind nicht ausgeschlossen. Gesucht wird augenblicklich noch nach dem Eberswalder Goldschatz. Von der Freigiebigkeit Antonowas wird - Zusammenarbeit hin oder her - auch künftig nur die russische Öffentlichkeit profitieren, denn würde die Merowinger-Ausstellung in Berlin gezeigt, müssten die deutschen Behörden 700 Stücke Beutekunst beschlagnahmen."
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Europas Energieabhängigkeit
"Russland allein kann, selbst wenn es das wollte, Energiesicherheit nicht garantieren", stellt Russland-Korrespondentin Katja Tichomirowa fest und weist darauf hin, dass sich die Abhängigkeit von instabilen Energielieferanten wie eine Kette fortsetzt: "Auch Russland ist ein Abnehmerland. Es bezieht Erdöl und Gas aus den ehemals sowjetischen Lieferländern Kasachstan und Turkmenistan. Was sich in den kommenden Monaten dort abspielen wird, kann niemand voraussagen. Kasachstans Regierung ist eben zurückgetreten. Der turkmenische Autokrat Nijasow wurde gerade beerdigt. Das neue russische Selbstbewusstsein speist sich aus dem Besitz von Rohstoffen. Russland fördert aber längst nicht genug, um seinen Lieferverpflichtungen nachkommen zu können, wenn seine eigenen Importe auch nur vorübergehend unterbrochen werden. Über sein Pipelinenetz kann Russland, wie sich zeigt, nur im Einvernehmen mit seinen Nachbarn bestimmen. Zum Garanten für Energiesicherheit taugt Russland nicht."
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