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Tisdall, Simon
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Nato muss Syrien-Konflikt beenden
Die Nato-Staaten müssen entschieden in den Syrien-Konflikt eingreifen, bevor er sich noch weiter ausweitet, fordert die linksliberale Tageszeitung The Guardian: "Aus strategischer Sicht hat die westliche Taktik des Nichteingreifens zu einigen gigantischen Verfehlungen geführt. Die Vorfälle in der Türkei und im Libanon verdeutlichen, wie unsinnig die Rechtfertigung ist, nicht einzugreifen, weil ein direktes Eingreifen des Westens zu einer Ausweitung des Konfliktes führen könnte. Syrien brennt und ist außer Kontrolle. Das Feuer breitet sich bereits aus. ... All die verschiedenen [Schreckens-]Szenarien bleiben gefährlich, besorgniserregend und unvorhersehbar. Doch mit jedem Kampftag, der vergeht, wird es immer wahrscheinlicher, dass sie Wirklichkeit werden."
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Krisenherd Zentralasien
Die Unruhen in Kirgistan geben den Großmächten berechtigten Anlass zur Sorge, schreibt die linksliberale Tageszeitung The Guardian: "Wenn man nach der jüngsten Geschichte gehen darf, ist nicht zu erwarten, dass die Unruhen im Süden Kirgistans noch lange anhalten werden oder eine breitere Feuersbrunst im benachbarten Usbekistan und Tadschikistan entfachen. Ähnliche Ausbrüche im geteilten Fergana-Tal 1990 und 2005, ausgelöst durch Auseinandersetzungen wegen Land, Nahrungsmitteln und Wahlergebnissen, klangen schließlich ab, mit oder ohne ausländische Intervention, nach der die vorläufige Regierung in Bischkek am Wochenende verlangt hat. Doch diese Präzedenzfälle bieten den Großmächten Russland, China und USA wenig Trost. Ihre wirtschaftlichen, strategischen und sicherheitspolitischen Interessen werden zunehmend von der Instabilität in Zentralasien beeinflusst. Kirgistans ungelöste Probleme, zu denen extreme Armut gehören, mangelhafte Bildung innerhalb der überwiegend ländlichen Bevölkerung, komplexe ethnische und Stammesrivalitäten, Nord-Süd-Zerrissenheit und die Verbreitung einer extremen, islamistischen Ideologie sorgen dafür, dass die nächste Krise nie weit ist."
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Wahlen im Kosovo
"Serbien hat in der Auseinandersetzung über die Zukunft des Kosovo eine gefährliche neue Front eröffnet", stellt Simon Tisdall fest. "Zwölf Jahre nach dem Krieg, in dem 100.000 Menschen starben, kehrt der bosnische Albtraum zurück und versetzt die Politiker Europas in Schrecken. Der nationalistische Premierminister Serbiens, Vojislav Kostunica, der von Russland unterstützt wird, erklärte vergangene Woche: 'Der Erhalt des Kosovo und der Republika Srpska [des nordöstlichen Teils Bosnien-Herzegowinas] ist das wichtigste Ziel unseres Staates und unserer nationalen Politik.' Die jüngsten Entwicklungen im Kosovo und in Bosnien bedrohten 'klar die grundlegenden Interessen des serbischen Volkes'. Westliche Diplomaten fühlen sich an Slobodan Milosevics 'Großserbien' erinnert und versuchen, Belgrad gegenüber hart zu bleiben... Eile ist geboten, auch weil das Mandat für die EU-Friedensmission in Bosnien am 21. November ausläuft."
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Montenegro entscheidet über seine Unabhängigkeit
"Falls Montenegro an diesem Wochenende dafür stimmt, sich von Serbien loszusagen und so den letzten Nagel in den Sarg Jugoslawiens schlägt, dann wäre Ratko Mladic [der wegen Kriegsverbrechen gesuchte bosnisch-serbische General] die erste Wahl als Sargträger und Totengräber vom Dienst", schreibt Kolumnist Simon Tisdall. "Das Referendum ist fein ausbalanciert. Die von der EU vorgegebene 55-Prozent-Mehrheit für eine Unabhängigkeit könnte sehr knapp werden. Aber die andauernde Unfähigkeit Belgrads, Mladic festzunehmen..., könnte ausschlaggebend sein. Denn sie trägt dazu bei, die muslimischen Bosniaken und die Albaner Montenegros davon zu überzeugen, dass sie mit Serbien nicht länger verbunden sein möchten, weil in Serbien immer noch etwa ein Drittel der Wähler Mladic als Helden betrachten... Mit dem Referendum wird die Vergangenheit nicht begraben sein. Es könnte den Beginn einer neuen Zeit der Unsicherheit markieren."
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Besorgnis vor den Wahlen in Weißrussland
"Für jemanden, der scheinbar so siegesgewiss ist, muss sich Alexander Lukaschenko ganz schöne Mühe geben, um das 'richtige' Resultat bei den Präsidentschaftswahlen sicher zu stellen. Sein vorzeitiger Triumph könnte ein ärgerlicher Wendepunkt für die demokratischen Bewegungen in den ehemaligen Sowjetländern sein", stellt Simon Tisdall unter Verweis auf die jüngste Razzia gegen Oppositionelle, Journalisten und Wahlbeobachter fest. "Das voraussichtliche Scheitern – zumindest für den Moment – der Hoffnung auf demokratische Reformen in Weißrussland trifft mit einem deutlichen Vertrauensverlust in die Zukunft 'farbiger Revolutionen' zusammen, wie es sie in der Ukraine, Georgien und Serbien in den letzten Jahren gegeben hat... Wenn es eine Gegenbewegung zu den Volksrevolutionen in der postsojwetischen Einflusssphäre gibt, dann trifft auch die sehr abgelenkten Vereinigten Staaten und die EU Schuld. Der Gewinn, den diese Länder davon haben könnten, 'sich dem Westen anzuschließen', war bislang nicht besonders beeindruckend."
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