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Tkalec, Maritta
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Hinhaltetaktik ist brandgefährlich
In seiner jüngsten Rede hat Ägyptens Präsident Mubarak von Harmonie, Dialog und Sicherheit gesprochen, dabei versucht er nur seine Macht zu retten, meint die linksliberale Berliner Zeitung und warnt vor explosiven Folgen: "Diese gewaltig enttäuschende Erklärung war das Ergebnis stundenlanger Beratungen und Gespräche mit Vize-Präsident Suleiman und Militärs. Das Ergebnis ist für die Demonstranten vollkommen inakzeptabel. Dass die alten Kräfte der Illusion anhängen, sie könnten mit dieser Taktik des Hinhaltens durchkommen, zeigt, dass sie die Breite und Tiefe der Bewegung für Wandel nicht verstanden haben. Die Kräfte des Alten und jene, die höchstens einen zögerlichen Übergang wünschen, wollten kurzfristig einen für heute drohenden Freitag des Zorns mit noch mehr Teilnehmern als in der vergangenen Woche, verhindern. Bewirkt haben sie womöglich das Gegenteil. Gestern Nachmittag waren größte Hoffnungen geweckt worden, als Militärs 'die Erfüllung aller Forderungen' versprachen, als der Vorsitzende der Mubarak-Partei zuversichtlich von dessen Rücktritt sprach. Die Enttäuschung brach sich noch während der Rede Bahn. Mubarak spielt ein gefährliches, unverantwortliches Spiel. Das Risiko einer Explosion steigt."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Menschenrechte, » Unruhen / Krawalle, » Ägypten
Haiti kann von Chile lernen
Die Reaktion Chiles auf das schwere Erdbeben zeigt, dass der Mensch gegen die Macht der Natur nicht vollkommen wehrlos ist, meint die linksliberale Berliner Zeitung und vergleicht die ersten Hilfsmaßnahmen mit denen auf Haiti: "Von Beben zu Beben hat das oft getroffene Chile die Bauvorschriften verschärft, immer neue Erfahrungen flossen in Baudetails, Gebäude wurden standsicherer oder stürzen so ein, dass Hohlräume bleiben. Die Katastrophenschutz-Behörde organisiert Übungen, jedes Kind weiß, was es im Ernstfall tun muss. Chile ist ein wohlregiertes Land, was bald nach dem Beben deutlich wurde. Die ersten Maßnahmen wirken koordiniert, planvoll. In zwei Wochen kommt eine neue Regierung ins Amt; jetzt stützt der künftige Präsident die scheidende [Präsidentin] Michelle Bachelet voller Anstand in der Stunde der Not. Viele können vom Beispiel Chile lernen, vor allem jene, die den Wiederaufbau Haitis planen. Dann hätte dieses Beben ein Gutes."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Lateinamerika
Waldbrände schwächen die griechische Regierung
Maritta Tkalec sieht den Kern des griechischen Elends in Verantwortungslosigkeit, Desinteresse und Fahrlässigkeit auf allen Ebenen. "Wieder mal soll das Unheil ganz unverschuldet über das Land gekommen sein. In Selbstmitleid und Opfermentalität badet Griechenland traditionell bekanntermaßen recht gern. Wohin man schaut, entdeckt man die Verdrängung der eigenen Mitverantwortung: ob an der Deportation der Juden von Saloniki, der Spaltung Zyperns, den Massakern an Türken und Albanern, am Mazedonienkonflikt, an der eklatanten, den EU-Stabilitätspakt verletzenden Staatsverschuldung, die jahrelang mit Lügen vertuscht wurde. Die EU mag etliche Augiasställe haben, einer der größten steht in Griechenland. Seltsamerweise spricht man in der Gemeinschaft wenig über dieses Problemland - Griechenliebe macht eben auch blind. Jetzt läuft die größte EU-Hilfsaktion, die es je für ein Land der Gemeinschaft gab. Sie sollte der Anfang sein für ernste Gespräche: Griechenland muss seine Verhältnisse ordnen."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Griechenland