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Turnau, Jan
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Kirche versagt beim Streit ums Gedenk-Kreuz
Radikale Katholiken setzen sich weiterhin vehement dafür ein, dass ein Gedenk-Kreuz vor dem polnischen Präsidentenpalast stehen bleibt, das an die Opfer der Flugzeugkatastrophe vor drei Monaten erinnern soll. Die Kirche hat sich in dem Konflikt als schwache Institution erwiesen, weil sie Gläubige herangezogen hat, die ohne nachzudenken überall das christliche Symbol verteidigen wollen, kritisiert die linksliberale Tageszeitung Gazeta Wyborcza: "Kein Wunder, dass die junge polnische Demokratie und der Staat, der erst seit einiger Zeit frei ist, schwach sind. Doch die Kirche? Die Ursachen für dieses Verhalten sind tief verwurzelt. Die verrückten Verteidiger des Kreuzes sind gleichwohl seine Zöglinge. Sie sind das extreme Ergebnis eines geistlichen Programms, das über einen langen Zeitraum durchgeführt worden ist. Hier geht es nur um das Kreuz als solches. Dieses Zeichen ist heilig und ehrenvoll. Wer sich gegen seine Aufstellung dort oder auch woanders widersetzt, ist eben unserer Feind."
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Pädophiler Erzbischof darf nicht zurück ins Amt
Der Erzbischof von Poznan, Juliusz Paetz, der vor acht Jahren volljährige Priesterschüler missbraucht hat, soll sein Amt wieder im vollen Umfang ausüben. Der Vatikan hat die Verbote aufgehoben, die seine Arbeit eingeschränkt haben. Unerträglich findet das Jan Turnau in der liberalen Tageszeitung Gazeta Wyborcza: "'Wer sich an den Kleinen vergreift, dem muss man einen Stein um den Hals hängen und an der tiefsten Stelle im Meer versenken', fordert das Evangelium. Und noch ein Zitat: 'Ein pädophiler Bischof ist der Gipfel des Bösen! Und er sitzt immer noch ganz ruhig dort, wo er schon immer gesessen hat - er amtiert zwar nicht mehr, das stimmt schon. ... Doch wo bleibt die Strafe? Wo bleibt die öffentliche Entschuldigung für alle Geschändeten? ...' Das sind die Worte von Joachim Badeni [kritischer polnischer Priester zu dem Thema]. Doch Paetz sitzt nicht nur ruhig da und entschuldigt sich nicht, sondern verlangt auch noch seine vollen Rechte als Bischof zurück. ... Ich verstehe nicht, wie der Vatikan eine solche Entscheidung fällen kann, die ihm sämtliche heiligen Amtsrechte wiedergibt. Es ist offensichtlich, dass dort Leute denken, dass es ohne Proteste auch keine Affäre gibt. Sie warten solange, bis Polen ein zweites Irland wird."
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Tag des Islam in Polen
Anlässlich des polnischen Tages des Islam (26. Januar) kommentiert die Tageszeitung Gazeta Wyborcza die Beziehungen der monotheistischen Religionen zueinander. "Heute ist der Tag des Islam. Gut, dass es einen solchen Tag im Kalender des polnischen Katholizismus gibt - neben der gerade beendeten Woche des Gebets zur Einheit der Christen und neben dem Tag des Judaismus. Die Religionen sollten die Menschen verbinden. Leider trennen sie diese öfter in blutiger Weise. Deswegen sollte man jede gesellschaftliche Initiative loben, die die starken doktrinären Gegensätze abmildert. Zu diesen Initiativen gehört der Tag der islamisch-katholischen Freundschaft. Das ist mit Sicherheit etwas anderes als die Verbundenheit des Christentums mit dem Judaismus, der in seiner Religion und seiner Kultur unvergleichlich tiefer verwurzelt ist. Er wird mit der schrecklichen Schuld der Christen in Verbindung gebracht, die diese gegenüber ihren älteren [jüdischen] Glaubensbrüdern auf sich genommen haben."
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