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Ungureanu, Traian


In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Cotidianul - Rumänien | 06.03.2009

Traian Ungureanu über alte und neue Vorhänge im Osten

Der ungarische Premierminister Ferenc Gyurcsány hatte beim EU-Gipfeltreffen Anfang März vor einem neuen Eisernen Vorhang in Europa gewarnt, sollte der Westen Osteuropa in der Krise nicht helfen. Dazu schreibt Traian Ungureanu in der rumänischen Tageszeitung Cotidianul: "Wir wissen jetzt, dass der berühmte Eiserne Vorhang niemals verschwunden ist. Man hat ihn nur soweit angehoben, dass darunter Arbeitskräfte ... Richtung Westen abwandern konnten. Das neue Problem Rumäniens ist, dass es sich hinter zwei Vorhängen befindet. [Denn es gibt auch einen] Ost-Ost Vorhang, der noch einmal die Staaten teilt, die von ihrer eigenen Staatselite ausgeplündert und verlassen worden sind, und diejenigen, die eine wirtschaftliche und juristische Struktur haben. ... Die EU hat mit triumphaler Bequemlichkeit entschieden, sich von 15 auf 27 Staaten zu erweitern, ohne sich zu grundlegenden Veränderungen zu verpflichten. Die gesamte Absorbierung des östlichen Teils erfolgte wie im Schlaf. Der Prozess war von der Illusion geprägt, dass es reicht, hier einen Bericht zu schreiben und da ein paar Kriterien aufzustellen oder eine weitere Überwachung durchführen zu lassen. ... Jetzt sieht die EU, dass sie zwar ein Schiff mit 27 Plätzen gebaut hat, aber keine 27 Rettungsanker hat. Diese Erkenntnis kommt zu spät."

Cotidianul - Rumänien | 09.01.2009

Putins Kolonialpolitik

Die Tageszeitung Cotidianul hält den Gas-Streit für eine Fortsetzung der Kolonialpolitik des russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin. "Wenn die Ukraine sich dem russischen Gaspreis widersetzt, bleibt es ohne Gas. Ebenso erkaltet Europa, und diese kalte Behandlung wird zum Triumph für Moskau werden: Europa akzeptiert, dass die russischen Nachbarstaaten zu Russland gehören. Die bilaterale Unstimmigkeit zwischen Russland und der Ukraine ist nichts anderes als die Konkretisierung der Kolonialpolitik des Putin-Regimes. Phase I im Sommer: Georgien, Phase II im Winter: Ukraine. Die Operation Putin-Gazprom entscheidet folglich darüber, dass sich die Ukraine und Georgien nicht der EU und der Nato anzunähern haben, sondern unter dem Einfluss des russischen Gazprom-Imperiums bleiben. Russland stabilisiert de facto die neuen Ostgrenzen der EU, und übt Druck aus, damit man bei Gas und Erdöl zu den Scheinpreisen zurückkehrt, von denen eine unterentwickelte Wirtschaft abhängig ist. Zudem zwingt man Europa, sich energetisch zu versklaven."

Cotidianul - Rumänien | 28.12.2007

Filme machen Rumänien international kompatibel

Die jungen rumänischen Filmemacher sind das Beste, was Rumänien im Jahr 2007 passiert ist, meint Traian Ungureanu: "Der Erfolg von Cristian Mungiu mit seinem Film '4 Monate, 3 Wochen, 2 Tage' ist typisch für eine Generation, die  hoffnungsvoll und geduldig war: Cristian Mungiu, Christi Puiu, Cristian Nemescu, Radu Muntean, Nae Caranfil und Corneliu Porumboiu sind von Anfang an ohne den Staat ausgekommen. Sie wurden von den Filmbehörden abgewiesen, aber die Zeit hat ihnen Recht gegeben. Die Goldene Palme von Cannes signalisiert klar, dass die Übergangszeit zu Ende geht. Wir kochen nicht mehr nur unser eigenes Süppchen. Die Europäer (und bald auch die Amerikaner), die den Film ausgezeichnet haben und das weiterhin tun werden, haben begonnen, uns zu verstehen. Wir sind kompatibel geworden."

Cotidianul - Rumänien | 20.04.2007

Suspendierung von Präsident Traian Basescu

Das rumänische Parlament hat gestern Staatspräsident Traian Basescu wegen Amtswillkür vorläufig suspendiert. Basescus Amtsenthebung muss aber durch ein Referendum bestätigt werden. Ob Basescu, wie versprochen, selbst seinen Rücktritt einreicht, ist offen. Traian Ungureanu kommentiert empört: "Präsident Basescu kann nicht suspendiert werden, weil niemand den Willen eines Volkes suspendieren kann. Das Volk will schlicht und ergreifend politischen Wandel, es will erhobenen Hauptes und mit einem Recht auf Zukunft leben... Was ist verkehrt daran, nach direkter Demokratie zu streben, nachdem wir so viele Surrogate hatten? Bilden sich die Parlamentarier ein, dass sich das Volk von politischen Spielchen, Gesetzesänderungen im eigenen Interesse oder politischen Manövern verführen lässt? Das ist eine Illusion, sie werden das bei den Wahlen merken. Das Land wird Basescu wiederwählen."

Cotidianul - Rumänien | 19.01.2007

Der Einfluss der Oligarchen in Rumänien

In dieser Woche wurde bekannt, dass die Politik der rumänischen liberal-demokratischen Regierungskoalition von den Interessen der einheimischen Oligarchen gesteuert wird - Premier Calin Tariceanu hatte sich Anfang 2005 für einen schwerreichen Unternehmer eingesetzt. Konsequenzen hat die Regierung bislang nicht gezogen. Traian Ungureanu kommentiert: "Wird Rumänien dasselbe Schicksal wie Russland ereilen? Wird es ein zu hundert Prozent oligarchischer Staat, eine Marionette, die den Bossen Geld bringt? Oder werden wir ein Land sein, dass am Beginn einer gerechteren Periode steht? Das wäre für Rumänien eine enorme Leistung. Dieser Konflikt spielt sich seit zwei Jahren vor unseren Augen ab und ist das größte Problem unseres Landes."

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