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Valcárcel, Darío
In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Europa muss Somalia sofort helfen
Die Hungersnot am Horn von Afrika hat sich in den vergangenen Tagen weiter verschärft. Doch für lange Diskussionen ist es nun zu spät, die EU muss dringend mehr helfen, fordert Darío Valcárcel im Blog A Europa desalinhada bei der Wochenzeitung Expresso: "Zuallererst muss ein durch jahrzehntelange Bürgerkriege zerrissenes Land neu organisiert werden. In Somalia herrscht keine Armut, sondern Elend. Armut ist würdig, Elend entwürdigt. Es ist eine Kombination aus Gewalt, Chaos und Mangel. Reden reicht hier nicht, es muss dringend gehandelt werden. ... Die Europäer, die heute Somalia helfen wollen, müssen Not, Krankheit, Hunger und extreme Gewalt in Kauf nehmen. Doch wir reden hier von morgen: Sie müssen dem Land Bildungseinrichtungen und Polizeikräfte zur Verfügung stellen, die die Einrichtungen schützt. Dabei ist der zeitliche Rahmen zu berücksichtigen: Eine Ausbildung erfolgt hier nicht innerhalb von 20 Jahren, sondern dauert ein oder zwei Jahre. Besonders bei Ländern wie Somalia muss die EU Transparenz bieten, die jederzeit überprüft werden kann."
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Krise erfordert europäischen Haushalt
Die konservative spanische Tageszeitung ABC sieht angesichts der Krise die Notwendigkeit eines europäischen Gemeinschaftshaushalts. "Es gibt eine Verbindung zwischen China und dem Projekt eines europäischen Haushalts, undenkbar vor zehn Jahren, heute erreichbar. China glaubt, dass nur ein Abkommen unter den vier Großen (USA-Kanada, Europäische Union, Japan und China) die Welt vor der Krise bewahren kann. Neue Strukturen werden manchmal auf Trümmern errichtet. Europa entwickelt sich seit einem halben Jahrhundert mit geringer Geschwindigkeit, während die Mitgliedsstaaten in der Union mitmischen. Nun gilt es keine Minute zu verlieren. Der Euro ist in Gefahr. Sollte er fallen, verlören wir alle Hoffnung (und sofort würde eine neue Union entstehen, die mit verstärkter Zusammenarbeit auf Finanz- und Verteidigungsebene ausgestattet werden würde)."
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Die Anfänge einer europäischen Verteidigungspolitik
"Wir können noch lange nicht von einem Europa der Verteidigung sprechen. Doch in den vergangenen Jahren sind wichtige Schritte unauffällig bewältigt worden", schreibt Darío Valcárcel mit Blick auf die Einrichtung des Militärstabs der Europäischen Union (EUMS). "Es gibt eine Auffassung von Europa, die 80 Prozent der politischen Klasse teilt, von den Konservativen bis zu den Sozialisten. Diese Europäer glauben, dass ohne gemeinsame Verteidigung auch sonst nichts voran kommt. Die gemeinsamen Gesetze, die Währungsunion und der Zusammenhalt sollten von einer Verteidigungspolitik flankiert werden, die die Einhaltung der Verträge garantiert. Doch die langsame Entwicklung der nationalen Armeen hin zu einem transnationalen Bündnis macht Entscheidungen dringend erforderlich. Man sollte definieren, wie die Verteidigungspolitik vorankommen soll, in welchem Umfang und mit welchem Mandat."
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EADS in der Krise
"Was ist los mit Airbus?" fragt Dario Valcarcel. "Aufs Wesentliche reduziert lässt sich das Problem so zusammenfassen: Es liegt an der fehlenden Weitergabe von Informationen aus einer Abteilung, die bestimmte Teile eines Flugzeugs herstellen soll... Im Laufe der letzten Monate haben die Konstrukteure und Verwaltungskräfte von Airbus Druck bekommen, damit der Arbeitstakt erhöht wird... Die Welt des Marketing sollte nicht in die industrielle Produktion eingreifen und unrealistische Fristen durchsetzen. Das ist ein gefährlicher Weg, vor allem im Raumfahrtsektor, wo Sicherheit das Wichtigste ist. Während die deutschen, spanischen und britischen Fabrikationsstätten verlässliche Informationen über ihren Rückstand gegeben haben, hat die französische Niederlassung diesbezüglich gelogen und damit einen Rückstand von sechs Monaten in Kauf genommen, der nicht mehr aufzuholen ist. Aber der mögliche Insiderhandel der französischen Manager wiegt, sollte er bewiesen werden, noch schwerer."
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