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van der List, Gerry
In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Olympia und Fußball-WM wären Masochismus-Übung
Die Niederlande wollen sich nicht nur als Austragungsort für die Fußball-WM 2018 bewerben, sondern auch die Olympischen Spiele 2028 organisieren. Das rechtsliberale Nachrichtenmagazin Elsevier sieht das kritisch: "Das Elend kann man bereits vorhersehen: Eine Konkurrenzschlacht zwischen Amsterdam und Rotterdam um die Frage, welcher der beste Ort ist. Enorme Kosten, die wie üblich bei Megaprojekten enorm aus dem Ruder laufen. Demonstrationen besorgter Umwelt- und Tierschützer wegen aller Baupläne, jeden Abend Sportpromis wie [die Ex-Schwimmerin und heutige Vorsitzende des niederländischen Sportbundes] Erica Terpstra im Fernsehen. Kurz: Es verspricht eine Übung in Masochismus zu werden. Die Ambitionen der Niederlande (zumindest von ein paar Funktionären, nicht von der Bevölkerung) scheinen vom Wunsch angetrieben zu sein, etwas Großes ausrichten zu wollen. ... Aber es ist unpraktisch zu versuchen, eine politische und soziale Pattsituation über den teuren und holprigen Umweg der Olympischen Spiele zu durchbrechen."
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Bürger haben Recht auf Dummheit
Die niederländische Regierung will TV-Werbung von Kreditbanken verbieten. Das sei erneut der erhobene Zeigefinger einer "schulmeisterlichen Politik", kritisiert das rechtsliberale Wochenmagazin Elsevier. "Dieser Vorschlag steht im Gegensatz zum Ideal der Eigenverantwortung, das Ministerpräsident Jan-Peter Balkenende [von der christdemokratischen CDA] in der Vergangenheit propagierte. Von erwachsenen Bürgern darf man erwarten, dass sie selbstständig ihre Entscheidungen treffen. Manchmal tun sie dumme Dinge, aber das gehört zur Entscheidungsfreiheit. Wenn Menschen sich für eine schöne Küche in Schulden stürzen, müssen sie das selbst wissen. Bürger haben das Recht, unklug zu sein. Eine Obrigkeit, die glaubt, alles besser zu wissen, ist eine Gefahr für eine freie Gesellschaft."
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Ajax und Antisemitismus
Der niederländische Fußballverein Ajax Amsterdam wird von seinen Fans seit Jahrzehnten mit dem Judentum assoziiert. Das führt oftmals zu antisemitischen Sprechchören der gegnerischen Fans. Das Informations- und Dokumentationszentrum über Israel (Cidi) hat nun die Ajax-Fans aufgerufen, den Namen 'Judenclub' nicht länger zu benutzen. Dies kritisiert das rechtsliberale Wochenblatt Elsevier: "Es ist doch eine merkwürdige Bitte. Die 'Hamas, Hamas, Juden ins Gas'-Rufe von den Fußballtribünen, die übrigens von einer sehr kleinen Gruppe kommen, sind unangenehm. Aber es ist ziemlich unsinnig, die Ursache für diese Sprechchöre und selbst für die Gewalt außerhalb des Stadions bei den Ajax-Anhängern zu suchen. ... Wenn die Ajax-Fans sich künftig nur noch 'Göttersöhne' [der andere Beiname von Ajax] nennen, würde das Problem nicht kleiner werden. Das Problem ist nicht der Beiname, sondern die Intoleranz. Intoleranz, die mit harten Maßnahmen gegen antisemitische Aggression bekämpft werden muss."
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So wahr mir Allah helfe?
Sollen muslimische Beamte beim Ablegen des Amtseids Allah anrufen dürfen und damit dasselbe Recht wie Christen bekommen? Das Wochenblatt Elsevier meint, der Staat solle sich neutral zeigen: "Niederländische Politiker stehen vor einer grundlegenden Wahl. Sie können entweder Muslimen dieselben Vorrechte gönnen wie anderen Gläubigen. So bekommen Gläubige alle möglichen Subventionen, haben mehr Meinungsfreiheit, wenn sie auf eine heilige Schrift verweisen können, und werden gesetzlich extra geschützt durch das Verbot der Gotteslästerung. Oder sie können Muslime auf dieselbe Art und Weise behandeln wie Ungläubige, so dass die religiösen Privilegien abgeschafft werden müssen. Das heißt, dass bei öffentlichen Ämtern jeder ein neutrales Gelöbnis ausspricht, unabhängig von seiner Weltanschauung. Wenn die niederländische Gesellschaft das wertvolle Prinzip der Trennung von Staat und Kirche ernst nimmt, genießt die zweite Alternative den Vorzug. ... [Es] ist nicht Aufgabe des Staates, Glaubensbekenntnissen eine Bühne zu geben."
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Kritik an positiver Diskriminierung
Im Leitartikel übt Gerry van der List harsche Kritik an der multikulturellen Politik des niederländischen Staatsfernsehens. "Das öffentlich-rechtliche Fernsehen bedient sich einer Quotenregelung, um Menschen ausländischer Herkunft mehr Sendezeit zu bieten. Dieses System ist lächerlich und beweist nur, dass die Minderheiten nicht in der Lage sind, für sich selbst zu sorgen... Mit der positiven Diskriminierung geht ein Mangel an Interesse für jene Menschen einher, die keiner Minderheit angehören... Diese Vorzugsbehandlung hat den Nachteil, dass zwangsläufig Zweifel aufkommen: Hätte die Frau Ministerin ihren Posten auch dann erhalten, wenn sie ein Mann gewesen wäre?"
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