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Vandemeulebroucke, Martine


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Le Soir - Belgien | 13.03.2008

Diskrimierung auf belgische Art

Die Uno und die Europäische Kommission haben auf Fälle "sprachlicher Diskriminierung" in Flandern hingewiesen. In mehreren Berichten der letzten Woche kritisierten sie, dass die flämische Regierung einen "Wooncode" verabschiedet hat, nach dem Sozialwohnungen nur noch Mietern zugänglich sein sollen, die flämisch sprechen oder versuchen, das Flämische zu lernen. Martine Vandemeulebroucke meint: "Die sprachliche Diskriminierung und der Anstieg des Rassismus zwischen den beiden Gemeinschaften sind ein Tabu - obwohl beides existiert. Die lang anhaltende Krise... hat die öffentliche Meinung radikalisiert. Bei der Initiative gegen Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit, Mrax, die sich sonst mehr mit den Problemen illegaler Einwanderer oder der marokkanischen und türkischen Minderheit beschäftigt, gehen immer mehr Beschwerden über Rassismus zwischen Flamen und Wallonen ein... Dabei kann es sich auch um Flamen handeln, die in bestimmten [französischsprachigen] Krankenhäusern ein gewisses Interesse daran haben, dass die Zweisprachigkeit gewahrt bleibt. Fällt das in den Bereich der rassistischen Diskriminierung? Auf jeden Fall ist man nicht mehr weit davon entfernt."

Le Soir - Belgien | 14.11.2007

Ihr Flamen! Ihr Wallonen!

Martine Vandemeulebroucke meint, dass inzwischen wohl so mancher Ehekrach in Belgien wegen der politischen Krise losbricht: "Es ist eine Tatsache, es gibt erste Anzeichen für Scheidungen aufgrund der politischen Krise... Opfer sind die gemischten Ehepaare - einer französischsprachig (aus Brüssel oder Wallonien) und einer flämischsprachig... Der Auslöser des Ehekrachs sind oft die wenigen Worte: 'ihr Flamen, ihr Frankophonen, ihr Wallonen', die den Partner auf einen Vertreter seiner Sprachgemeinschaft reduzieren. Okay, Trennungsstreitigkeiten schlagen sich nicht in den Umfragen nieder und mögen im aktuellen Kontext lächerlich erscheinen. Doch nicht in einem Punkt: Sie sind einer von vielen Indikatoren für die Radikalisierung der Gemüter, ganz so wie auf der politischen Bühne."

Le Soir - Belgien | 08.06.2007

Was wird aus den belgischen Nationalisten?

In Belgien finden am 10. Juni Parlamentswahlen statt. Martine Vandemeulebroucke mahnt, dass die "die extreme Rechte, vor allem in Wallonien, eine unberechenbare Bestie ist, die sich dort erhebt, wo niemand sie erwartet. Hat man ihrem Störpotenzial in diesem Wahlkampf genügend Beachtung geschenkt? Alle tun so, als gäbe es sie nicht oder kaum. Positiv daran ist, dass selbst in Flandern die demokratischen Parteien nicht wie Sarkozy in trüben Gewässern gefischt haben. Es fielen kaum plakative Äußerungen zu Fragen der Immigration oder der Gewalt. Wenn die Wähler heute mehr über Beschäftigungspolitik, Umwelt oder Justizfragen wissen, dann ist das vor allem der Arbeit der Medien zu verdanken. Denn ansonsten dreht sich alles nur um Personen, darum, wer etwa als Premierminister in Frage kommt - so wie man auf Pferde wettet... Wenn also die Rechtsextremen am Sonntag Einbußen hinnehmen müssen, wäre das eine nette Überraschung."

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