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Végh, Attila
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Attila Végh über die Oberflächlichkeit der Information
Über den Wert der Information im sogenannten Informationszeitalter macht sich der Dichter, Philosoph und Publizist, Attila Végh Gedanken in der konservativen Wochenzeitung Nagyítás: "Halten wir fest: Die Information ist keineswegs wichtiger als der Geist. Die Information ist gar nicht wichtig. ... Vor rund zwanzig Jahren war es für die sogenannten Autorenfilme bereits ein schwerer Schlag, dass im Fernsehen die Logos der Fernsehkanäle dauerhaft auf den Bildschirm kamen. (Es sagt ohnehin viel über unsere heutige Welt aus, dass aus dem griechischen 'Logos' das 'Logo' wurde. So wurde aus dem 'Dasein' das 'Design'. Eine würdige Fortsetzung jenes Niedergangs, in dessen Verlauf aus der Oper die Operette und aus der Ethik das Etikett wurde.) ... Die Funktion der Information besteht darin, unsere Aufmerksamkeit an der Oberfläche zu halten, um sie ja nicht in die Tiefe dringen zu lassen. Zum Beispiel in das Leben eines anderen Menschen. (Oder in unser eigenes Leben.) ... Heutzutage pflegen wir nicht miteinander zu reden, sondern Infos auszutauschen. Dass jemand gut informiert ist, ist eine der Hauptvoraussetzungen unseres heutigen Lebens. Informationen sind unerlässlich, um in der Gesellschaft wettbewerbsfähig zu bleiben."
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Attila Végh über das gestörte Verhältnis zur Zeit
Der heutige Mensch ist aus der Zeit gefallen, schreibt der Dichter und Philosoph Attila Végh in der gesellschaftspolitischen und literarischen Wochenzeitung Nagyítás: "Heute versteht der Mensch weder die große noch die kleine Zeit. Die große Zeit tendiert in Richtung der Geistigkeit, der Vergänglichkeit und des Lebenssinns. Indessen hat sich der heutige Mensch vom Sinn des Lebens abgewandt, er hat sich diesem Sog entzogen. Wir vermögen unsere Bestimmung nicht mehr auszufüllen, weil wir zu zivilisierten Wesen und Gefangenen eines großen Mechanismus geworden sind. Doch wir fühlen auch die kleine Zeit nicht, den Sinn des Augenblicks. Wir sind außerstande, den Augenblick zu erleben, der zwar ephemer, zugleich aber auch unendlich ist. Unbemerkt entflieht er uns. ... So nehmen wir Rache an der Zwischen-Zeit, der Zeit des Alltags. (Zu ihr haben wir noch Zugang.) Wir spüren, dass wir ein abgekehrtes, ein vom Sein unberührtes Leben leben. Mithin nehmen wir bei folgendem Trick Zuflucht: uns in diesem abgekehrten Dasein auszudehnen. Der Diktator im Durchschnittsmenschen lässt den Philosophen erschießen. ... Der Mensch ist zu feige, als dass er sich mit jenen konfrontiert, die ihm seine Unzulänglichkeit vor Augen führen. Deshalb tötet er sie. ... Die Rache des Geistes liegt darin, dass uns in unseren Taten der Geist der toten Zeit heimsucht."
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