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Verner, Pavel


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Právo - Tschechien | 13.11.2008

Klaus sabotiert Regierung

Die linke Tageszeitung Pravo meint: "Vom [tschechischen] Präsidenten sollte man erwarten, dass er die (pro-europäische) Außenpolitik seiner Regierung unterstützt. Klaus hingegen, der sich selbst als 'EU-Dissident' sieht, sabotiert diese Politik gezielt. Als er sich mit Ganley traf, einem Gegner der irischen Regierungspolitik, tat er das nicht als Professor aus Prag, er sprach leider für die Tschechische Republik. ... Die gestrigen Worte des irischen Außenministers [Micheál Martin] von einem diplomatischen Fauxpas sind nicht nur eine Schande für unseren Präsidenten. Klaus machte der tschechischen Politik Schande. Er warf der Regierung, die sich gerade auf die EU-Ratspräsidentschaft vorbereitet, Knüppel zwischen die Beine. Das ist sträflich."

Právo - Tschechien | 20.03.2008

Das Elend der EU-Statistik

Als Beispiel für das "Elend der Statistik" bezeichnet Pavel Verner einen Bericht der EU-Kommission über die Kriminalität in den Mitgliedsländern. Darin werden die skandinavischen Länder als besonders gefährlich eingestuft: "Ich habe alle westeuropäischen Hauptstädte bereist und habe mich dort – mit Ausnahme von Madrid – stets sicherer gefühlt als in Prag. Deshalb hat mir die EU-Statistik den Atem geraubt. Schweden soll am gefährlichsten sein. Für mich gehört das Land zu den idyllischen Paradiesen mit minimaler Kriminalität. Dagegen zählt die Statistik Rumänien oder Bulgarien zu den sichersten Ländern. Speziell in Bulgarien warnt aber jeder verantwortungsbewusste Einheimische davor, individuell durch das Land zu reisen. Die Erklärung für die Statistik ist einfach. Dinge, bei denen man bei uns nur abwinkt, gelten in Schweden, Belgien oder Großbritannien als Verbrechen."

Právo - Tschechien | 10.01.2007

Regierungsbildung in Tschechien und Österreich

In Österreich hat sich eine Große Koalition zusammengefunden, und in Tschechien wurde gestern eine neue Regierung aus Konservativen, Christdemokraten und Grünen von Präsident Vaclav Klaus vereidigt. Während in Wien alles auf eine stabile Regierung hinausläuft, ist die Zukunft des Kabinetts in Prag unsicher; es benötigt bei der Vertrauensabstimmung im Parlament die Hilfe von Überläufern aus dem oppositionellen Lager. "Vaclav Klaus hat der neuen Regierung weder Erfolg noch Glück gewünscht", konstatiert Pavel Verner. "Er musste sie aber ernennen, weil die Führung der Konservativen Verhandlungen mit den Sozialdemokraten über eine Große Koalition abgelehnt hatte... Dieser Unwille muss den Präsidenten doppelt geärgert haben, weil derlei in Österreich gelungen ist. Die dortigen Sozialdemokraten gewannen ihre Wahlen gegenüber der Volkspartei ähnlich knapp wie der Konservative Topolanek gegen den Sozialdemokraten Paroubek. Auch in Wien herrschte zwischen den Kontrahenten keine Liebe, und der Kauf von Eurofightern ist noch immer ein strittiges Thema. Dennoch hat Gusenbauer keine sieben Monate für die Regierungsbildung gebraucht, er war in nicht einmal drei Monaten damit fertig."

Právo - Tschechien | 13.01.2006

Roma-Verfolgung im Nationalsozialismus

Eine nationalistische Gruppierung plant, auf dem Gelände eines von den Nazis errichteten Konzentrationslagers für Roma in Südböhmen einen Gedenkstein der besonderen Art aufzustellen. Er soll besagen, dass es sich lediglich um ein Arbeitslager gehandelt hat, die Existenz des Konzentrationslagers soll so geleugnet werden. Paul Verner stimmt der Empörung, die diese Ankündigung ausgelöst hat, zu. "Ziel der Aktion ist, auszutesten, wie viele rassistische Provokationen der tschechische Staat hinnimmt... Leider können so einflussreiche Politiker wie Präsident Vaclav Klaus und der kommunistische EU-Abgeordnete Miloslav Ransdorf als Kronzeugen für die Neonazis herhalten. Auch sie haben das Konzentrationslager einst als Arbeitslager verniedlicht. Sie verschafften den Rassisten ein ideologisches Alibi."

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