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Vigneron, Daniel
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In der europäischen Presseschau von euro|topics wurde bisher 1 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Die EU setzt Verhandlungen mit der Türkei teilweise aus
Chefredakteur Daniel Vigneron meint, eine reformierte Türkei als EU-Mitglied könnte zu einer positiven Veränderung der EU selbst beitragen. "Gewiss ist die Union eine Wirtschaftsmacht. Aber wird sie das in 30 Jahren auch noch sein? Politisch gesehen jedenfalls kaum. Nicht nur, weil sie es nicht geschafft hat, Mittel für eine gemeinsame Verteidigung in nennenswertem Umfang bereit zu stellen oder ihre geostrategischen Interessen ausreichend klar zu definieren. Sondern vor allem, weil sie keine Legitimationsgrundlage gefunden hat, aufgrund derer sie die Konflikte in der explosivsten Zone dieser Region lösen könnte, im Mittleren Osten. Mit der Türkei, die klar muslimisch und die zweite Militärmacht innerhalb der Nato ist, die ein auf dem alten Kontinent einmaliges wirtschaftliches und menschliches Potenzial besitzt, bekäme die EU Mittel zur Macht. Der Preis dafür wäre nicht sehr hoch, nämlich die Erweiterung - und nicht etwa die Auflösung - seiner Identität. Die Zukunft heißt Europa-Mittelmeer-Union."
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