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Virsek, Damjan
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Sloweniens Defizit zu groß
Die Ratingagentur Standard & Poor's hat den Ausblick für die Kreditwürdigkeit Sloweniens negativ bewertet, zuvor galten die Aussichten als stabil. Der Grund für die Herabstufung seien fehlende strukturelle Maßnahmen, um das slowenische Staatsdefizit zu senken. Die Tageszeitung Delo fordert die Regierung zum Handeln auf: "Anders ausgedrückt, Slowenien muss sich dringend dem Axiom der 'Wirtschaft der einfachen Logik' stellen. Es besagt, dass wir auf lange Sicht nur so viel verbrauchen können, wie wir auch produzieren. ... Eine Alternative zum sofortigen Handeln gibt es nicht. Die aktuelle Schuldenkrise in Griechenland und Irland hat gezeigt, dass Länder mit einer kleinen und offenen Wirtschaft (wozu Slowenien zählt) stärker dem Vertrauensverlust auf dem internationalen Finanzmarkt ausgesetzt sind. Wenn sich ein Land kein Geld mehr leihen kann, um Haushaltslöcher zu stopfen, dann wird die Krise sehr deutlich und für alle schmerzhaft."
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Gaspoker
Der Gas-Streit habe wieder einmal gezeigt, welche Macht Russland durch seine Gasvorräte hat, schreibt die Tageszeitung Delo: "Einerseits macht Russland es der Ukraine schwer, sich zu schnell vom Einfluss des ehemaligen Mutterlandes zu lösen (z.B. mit einem Nato-Beitritt oder einer engeren Zusammenarbeit mit der EU). Andererseits lässt Russland Europa wissen, dass man nur mit einer verlässlichen Gasversorgung rechnen kann, wenn man Russland in Ruhe lässt. ... Die EU weiß das, doch zeigt sie kein besonderes Geschick bei den Versuchen, diesen Teufelskreis zu durchbrechen." Die einzelnen EU-Länder setzten beim Spiel um die Gasversorgung auf verschiedene Karten. "So ist es unmöglich, innerhalb der Union eine einheitliche Energiepolitik zu führen. Deshalb ist auch klar, wer beim Gas alle Trümpfe in der Hand hält und sie bei Bedarf zu seinen Gunsten ausspielt. Zum Beispiel, wenn draußen Temperaturen von minus zehn Grad herrschen."
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Zweifel an der Euro-Einführung
In gut drei Wochen wird Slowenien den Euro einführen. Für Damjan Virsek beurteilt der slowenische Finanzminister diesen Schritt zu optimistisch. "Für die slowenische Wirtschaft wird von nun an derselbe Zinssatz gelten wie zum Beispiel für die deutsche. Und das, obwohl das erwartete Wirtschaftswachstum in Slowenien größer ist und die Inflation höher. Von der slowenischen Regierung haben wir bis jetzt noch nicht gehört, wie sie sich mit der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank auseinandersetzen wird."
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Slowenisch-russisches Öl-Joint-Venture
Das russische Ölunternehmen Lukoil und der slowenische Ölkonzern Petrol haben ein Abkommen über ein Joint Venture für Südosteuropa unterzeichnet. Dabei soll Petrol 51 Prozent der Anteile halten, Lukoil 49 Prozent. Lukoil will durch die Kooperation seine Marktpräsenz auf dem Balkan verstärken. Damijan Virsek kritisiert allerdings, dass Petrol noch immer nicht komplett privatisiert wurde: "Unangenehm ist die Tatsache, das der slowenische Staat als eine Art Taufpate in Erscheinung tritt, denn er ist Mehrheitseigner des börsennotierten Unternehmens Petrol. Vertreter von Lukoil haben sich in den vergangenen Monaten mit dem slowenischen Regierungschef und dem Wirtschaftsminister getroffen, um ihre Strategie zu besprechen. Petrol-Vorstandsvorsitzender Marko Kryzanowski musste dann mehrfach lediglich die Vorgaben des Aufsichtsrats ausführen, denn dort hat die Regierung den größten Einfluss."
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