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Wagstyl, Stefan


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Financial Times - Großbritannien | 06.09.2007

Zähe Kosovo-Verhandlungen

Am 10. Dezember sollen die internationalen Verhandlungen über den zukünftigen Status des Kosovo abgeschlossen sein. Stefan Wagstyl skizziert die Situation: "Weil der Ahtisaari-Plan schwer umzusetzen ist, werden nun andere Möglichkeiten wieder in Erwägung gezogen. Die umstrittenste ist die Teilung des Kosovo. Der niederländische Verteidigungsminister Maxime Verhagen hat diesen Vorschlag vergangene Woche in die Welt gesetzt... Die Serben in Serbien selbst könnten das so verstehen, dass sie ihre albanischstämmigen Nachbarn, die nahe der Grenze zum Kosovo leben, vertreiben. Die betroffenen Albaner wiederum würden Anschluss im Kosovo suchen. Das hätte möglicherweise eine ganze Reihe von separatistischen Forderungen zur Folge, zum Beispiel bei den bosnischen Serben oder den albanischen Mazedoniern. Darum kann ein falscher Schritt im Kosovo auch den Boden woanders erschüttern, was einen Fortschritt in der Sache so ungemein schwierig macht."

Financial Times - Großbritannien | 04.07.2007

Stefan Wagstyl über das verspätete Ende des Zweiten Weltkriegs

Stefan Wagstyl kritisiert, dass die Polen bei den EU-Verhandlungen die Toten des Zweiten Weltkriegs als Argument angeführt haben, versucht aber, diese Taktik zu verstehen. "Der Krieg war im Westen 1945 zu Ende. Viele Osteuropäer glauben, dass er für sie bis zur Abschaffung des Kommunismus 1989 noch nicht zu Ende war... Deshalb ist es für viele Osteuropäer zu früh, den Krieg mit demselben Abstand zu betrachten wie die Westeuropäer. Es ist nicht erstaunlich, dass die sehr emotionale Sprache, die manche Osteuropäer benutzen, wenn sie über den Krieg reden, die Westeuropäer an vergangene Zeiten erinnert. Die Osteuropäer müssen selbst eine distanziertere Sichtweise des Krieges entwickeln. Aber die Westeuropäer können dabei helfen, indem sie sich bemühen, den Krieg in Osteuropa besser zu verstehen... Nichts davon rechtfertigt jedoch die absurde Hypothese der Kaczynskis. Doch hinter ihrem bizarren Einfall verbirgt sich die oft schmerzhafte Tatsache, dass die Vergangenheit im Osten der Gegenwart viel näher ist als im Westen."

Financial Times - Großbritannien | 31.08.2006

Die zunehmende Isolation Polens in Europa

"Die Kaczynskis wollen nicht weniger als einen neuen polnischen Staat", schreiben Jan Cienski und Stefan Wagstyl in einem Artikel, der sich mit Polens zunehmender Isolation in Europa und einer Reihe von Konflikten befasst, die die beiden Politiker Polen und Europa gebracht haben. "Zu Hause haben die Zwillinge ein Klima der Besorgnis, wenn nicht gar der Angst, geschaffen, das zu neuen politischen Konflikten führt. Im Ausland haben nationalistische Äußerungen die EU-Partner irritiert... Die Zwillinge berufen sich auf traditionelle Werte: ihr Katholizismus, ihre negative Einstellung zur Homosexualität und ihre Überlegungen, die Todesstrafe wieder einzuführen, passen alle überhaupt nicht zur gängigen europäischen Meinung. Die Brüder versuchen nun zu beweisen, dass Polen im In- und Ausland von Interessengruppen, die den Kommunisten nahe stehen, als Geisel genommen wurde."

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