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Wajda, Andrzej


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Gazeta Wyborcza - Polen | 29.12.2007

Polens Kino verliert sein Geheimnis

Im Gespräch mit dem iranischen Philosophen Ramin Jahanbegloo stellt der polnische Filmregisseur Andrzej Wajda die These auf, das Ausland interessiere sich immer weniger für das polnische Kino. "Heute hat das polnische Kino sehr wenig Gelegenheit, sich außerhalb Polens zu präsentieren. Früher beruhte seine Bedeutung auf der Berliner Mauer. Alle wollten erfahren, was hinter dieser Mauer war. Stalin und später die Sowjetunion machten wegen des Kalten Kriegs Angst und alle interessierten sich dafür, ob die Menschen hinter dem Eisernen Vorhang diesen Krieg wirklich wollten. Seit die Mauer weg ist, gibt es kein Geheimnis mehr. Wir sind eins von vielen Ländern geworden, die versuchen, eine nationale Filmkunst aufzubauen - wie andere europäische Länder auch."

La Repubblica - Italien | 25.07.2007

Andrzej Wajda über das Massaker von Katyń

Der polnische Regisseur Andrzej Wajda erklärt Benedetti Craveri im Interview, warum er einen Film über das Massaker von Katyń gedreht hat. Etwa 15.000 bis 20.000 polnische Offiziere und Zivilisten wurden bei dem Massaker im Jahr 1940 von Einheiten des sowjetischen Geheimdiensts in der Nähe des heute russischen Orts umgebracht. "Katyń ist tief im Gedächtnis der Polen verankert... Das kommunistische Regime war nie bereit, die Wahrheit über Katyń zuzulassen, es durfte kein Buch erscheinen, keine Debatte über das Thema geben. Die Erinnerung belastete die Beziehungen zwischen Polen und Russland sehr... Auch die Haltung der Alliierten hat die Beziehungen Polens zum Westen beeinträchtigt. Ihr Schweigen zum Massaker wurde als Verrat empfunden. Das trug dazu bei, dass sich 1945, auch wenn man die Schuldigen kannte, viele Angehörige der polnischen Elite dem Kommunismus zugewandt haben."

Tygodnik Powszechny - Polen | 06.03.2006

Andrzej Wajda über die Kraft der Bilder

Der Filmregisseur Andrzej Wajda verteidigt im Interview mit Tomasz Fialkowski und Lukasz Maciejewski den Begriff "polnische Filmschule", der wegen der großen Vielfalt und der Unterschiede zwischen den Filmen in Frage gestellt wird. "Gerade die Vielfalt war unsere Kraft. Das war nie ein rein politisches Kino, und die Machthaber versuchten immer, uns von aktuellen Themen fernzuhalten... Wahnsinnig wichtig war, dass das polnische Kino sehr schnell gelernt hat, mehr mit Bildern als mit Worten zu sprechen. Eine Ideologie drückt sich in Worten aus, also war die Zensur da sensibel. Das Bild erwies sich als ein brauchbareres Mittel."

Gazeta Wyborcza - Polen | 16.02.2006

Andrzej Wajda über seinen nächsten Film

Der polnische Regie-Altmeister Andrzej Wajda ist auf der Berlinale mit dem Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. Sein nächster Film wird ein persönliches Projekt, erzählt Wajda Im Interview mit Tadeusz Sobolewski. Thema ist das Schicksal seiner eigenen Familie und der von der Sowjetunion lange bestrittene Massenmord an polnischen Soldaten und Zivilisten von 1940 bei Katyn: "Das wird nicht so sehr ein Film über das Verbrechen in Katyn, sondern über eine Nachkriegslüge, an der Jahre lang festgehalten wurde. Über das Warten. Mein Vater ist in Katyn umgekommen... Ich will einen Film machen, der in unserem Haus spielt... Darüber, wie meine Mutter und ich auf einer Opferliste Vaters Namen finden, aber mit einem anderen Vornamen. Darüber, wie wir nach dem Krieg auf ihn warten."

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