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Wajrak, Adam
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Ein Kanal für polnische Segelboote
Mitten über die Frische Nehrung, die das Frische Haff von der Ostsee trennt, verläuft die Grenze zwischen Polen und Russland. Nur Russland hat eine Verbindung vom Haff zur Ostsee. Kurz vor ihrem Rücktritt hat die polnische Regierung unter Jarosław Kaczyński deshalb den Bau eines Kanals beschlossen, der nun auch auf polnischer Seite einen Zugang zum Meer schafft. Doch dieser würde durch ein EU-Naturschutzgebiet verlaufen. Adam Wajrak kommentiert: "Bevor wir die Nehrung mit dem Fall Rospuda vergleichen, was unsinnig ist, oder uns auf Zank mit Brüssel einlassen, sollten wir darüber nachdenken, wer durch diesen Kanal fahren wird... Ich verstehe schon: den Russen eins auszuwischen, ist nicht mit Geld aufzuwiegen. Ich fürchte nur, dass unsere Investition, dank derer ein paar Segelboote und ein paar Schiffe ein paar Mal pro Jahr von Elbląg in die Danziger Bucht fahren können, keinen Eindruck auf sie machen wird. Und wir haben 400 Millionen Złoty [rund 109 Millionen Euro] weniger in der Tasche."
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Autobahn ins Nirgendwo
Die Europäische Kommission hat vor dem Europäischen Gerichtshof einen Antrag auf den sofortigen Stopp der Arbeiten an der Umgehungsstraße für das nordostpolnische Augustow gestellt – jenem Abschnitt der "Via Baltica", die mitten durch das europäische Naturschutzgebiet "Rospuda" führen soll. Dennoch hat der polnische Ministerpräsident Jarosław Kaczyński nun die Fortsetzung des Baus außerhalb der Schutzzone angekündigt. Adam Wajrak kritisiert diese Entscheidung: "Sicher sagt der Premier dies, um die Situation in Augustow zu beruhigen. Er hat auch ein deutliches Signal an die Europäische Kommission und an den Gerichtshof gesandt, dass die polnische Regierung ihren Willen durchsetzen will. Der Premier glaubt an den Sieg, aber was wird, wenn die Regierung – was wahrscheinlich ist – verliert? Für Augustow bleibt dann eine Straße ins Nichts und eine sechs Kilometer lange Lücke in der Mitte. Dann muss alles von vorne begonnen und weitere Millionen werden ausgegeben. Und Polen wird als das Land gelten, das einen Weg ins Nirgendwo gewählt hat."
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EU verklagt Polen wegen Naturschutz
Die Europäische Kommission hat gestern beschlossen, Klage gegen den polnischen Staat beim Europäischen Gerichtshof einzureichen, um den bereits begonnenen Bau der "Via Baltica" durch das Naturschutzgebiet Rospuda-Tal zu stoppen. Adam Wajrak begrüßt die Entscheidung: "Ich schäme mich, dass sich die Europäische Kommission um die Natur und den Straßenbau in Polen kümmern muss... Zudem hätte Polen zeigen können, dass es europäische Werte und Gesetze achtet. So ist es nicht gekommen, obwohl die Europäische Kommission signalisiert hatte, dass sie für Gespräche offen war. Die polnische Regierung verhält sich so, als ob ihr Menschen und Natur unwichtig wären. Sie wollte zeigen, wer regiert. Sie entschied sich für eine Konfrontation vor dem Gerichtshof. Die ersten Opfer dieser Konfrontation werden die Einwohner von Augustow [einem Ort am Rande des Naturschutzgebiets] sein, die nun noch lange auf eine Umgehungsstraße warten können."
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