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de Weck, Roger
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Europäische Willensidentität
Der schweizerische Publizist Roger De Weck analysiert für die Wirtschaftszeitung Les Echos die Frage der europäischen Identität: "Gibt es eine europäische Identität? Europäer zu sein bedeutet vielleicht auch, sich diese sehr europäische Frage ohne Antwort zu stellen. … Wer die Vereinigten Staaten beobachtet, kann auf Anhieb, durch all die Vielfalt hindurch, den amerikanischen Zusammenhalt entdecken. In Europa sind es die Unterschiede, die ins Auge fallen. Aber sie verbinden uns genauso wie sie uns trennen. ... De facto entwickelt Europa nach und nach eine 'Willensidentität', wie die Schweizer, die aus vier Kulturen stammen, und sagen, dass sie eine 'Willensnation' sind. … Aber die Europäer hassen den Versuch, ihnen eine Identität auf eine voluntaristische Art aufzuzwingen. ... Wenn die Europäische Union ihren Anforderungen genügt, wird sich die Identitätsfrage immer weniger stellen. Identität hängt auch mit Erfolg zusammen."
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Roger de Weck über den deutschen Frühling
In Deutschland geht "die Endloskrise jetzt zu Ende", konstatiert der Schweizer Journalist Roger de Weck. "Kein anderes Land hat eine so furchtbare Geschichte. Aber keines hat sie dermaßen aufgearbeitet, dass es an Bewältigung grenzt... Deutschland erntet heute die Frucht solcher Zivilcourage. Japan hingegen wird von seinem unterdrückten Vorleben eingeholt, das Verhältnis zu China und Korea bleibt belastet. Und selbst nach 90 Jahren krankt die Türkei daran, den Völkermord an den Armeniern zu leugnen. Wo die Vergangenheit nicht stören darf, verstört sie desto mehr... Mit dem Mauerfall begann das Ende der Nachkriegszeit, nun endet dieses Ende. Was wird der nächste Abschnitt deutscher Geschichte bringen? Zurück zur Gegenwart, lautet das Leitmotiv. Das heutige Deutschland ist weder vergangenheitsvergessen noch vergangenheitsbesessen. Es misstraut den Zukunftsutopien. Und die 'typisch deutschen' Zukunftsängste verfangen nicht mehr."
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Roger de Weck über Demokratie und Reformbereitschaft
Der Schweizer Journalist Roger de Weck meint, dass es der neue französische Präsident Nicolas Sarkozy schwer haben wird, das Land zu reformieren, weil "Frankreich nicht demokratisch genug ist - das ist der Grund für seine Blockade. Die Erfahrung zeigt, dass Länder mit einer starken Demokratie sich mit der Modernisierung leichter tun. Wer die Bürger ernst nimmt, weckt ihren Wirklichkeitssinn und ihr Verantwortungsgefühl und damit ihre Bereitschaft, Veränderungen anzunehmen. So ist es zum Beispiel in Skandinavien... Anders verhält es sich in den Ländern, in denen es schlecht um die Demokratie bestellt ist und die mit ihrer Entwicklung im Rückstand sind – man sehe sich zum Beispiel Belgien mit seinem Institutionenchaos oder das Italien Berlusconis an. Man könnte auch Frankreich als Beispiel nehmen, wo die Nationalversammlung ein Rumpfparlamemt ist... Die 'Straße' wäre keine französische Institution, wenn der Austausch zwischen den Politikern und der Gesellschaft besser funktionierte."
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Die Schwächen der französischen Demokratie
"Frankreich überrascht, ohne zu überraschen", urteilt der schweizerische Journalist Roger de Weck angesichts der aktuellen sozialen Proteste. "Es gibt keinen Zweifel, dass man - in Frankreich - manchmal ein paar Pflastersteine werfen muss, um wahrgenommen zu werden. Jeder weiß, dass das ein Zeichen dafür ist, dass die Transmissionsriemen zwischen Volk und Macht schwach sind. In anderen Ländern Europas hat die Regierung bestimmte Zuständigkeiten und eine bestimmte Macht, aber sie ist nicht 'die Macht'. So zu reden ist schrecklich französisch und... verrät viel. Frankreich ist sehr republikanisch und weniger demokratisch. Wenn es Reformen nun verspätet angeht, dann liegt das an diesem Mangel von Demokratie und nicht an der 'Schwäche der Macht'. Wenn man die Bürger ignoriert, statt sie zu respektieren, dann schwächt man entweder ihren Sinn für Wirklichkeit oder den für Verantwortung."
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