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Węglarczyk, Bartosz
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Obama verfolgt unrealistische Ziele
Der Wille zur Abrüstung des US-Präsidenten Barack Obama ist lobenswert, meint die liberale Tageszeitung Gazeta Wyborcza, doch die Gefahr eines nuklearen Angriffs bleibt extrem hoch: "Obamas Idee von einer Welt ohne Nuklearwaffen ist zwar schön und richtig, aber unrealistisch. Das hat übrigens Obama selbst zugegeben, denn es soll eher ein Ziel sein, das die Welt anstrebt, aber wohl kaum erreichen wird. Es wird immer wieder Staaten geben, die Nuklearwaffen besitzen. Um beispielsweise Nordkorea davon abzuhalten, ein Nuklear-Arsenal aufzubauen, muss man das koreanische Regime stürzen. Doch macht es keinen Sinn, die Vor- und Nachteile einer solchen Gewaltlösung abzuwägen, weil dieses Szenario vollkommen unrealistisch ist. ... Die Welt sollte sich darauf vorbereiten, dass irgendjemand irgendwo zufällig oder gezielt eine Nuklearwaffe einsetzt oder zumindest eine sogenannte schmutzige Bombe."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Russland, » USA
USA müssen Partner Polens bleiben
Auch nach der Abkehr von dem Raketenschild in Mittelosteuropa müssten die USA ein wichtiger Partner Polens bleiben, schreibt Bartosz Węglarczyk in der liberalen Tageszeitung Gazeta Wyborcza: "Polen braucht weiterhin den starken Verbündeten aus den USA. Der Raketenschild sollte seine Grundlage sein, und nun müssen wir halt auf irgendeinen Ersatz warten. Nach der gestrigen Entscheidung des Weißen Hauses, auf den Bau des Raketenabwehrschildes in Polen und in Tschechien zu verzichten, müssen sich die Beziehungen zwischen Warschau und Washington ändern. Das Jahr 2009 hat sich als Ende des engen Bündnisses [mit den USA] erwiesen, das ziemlich lange gedauert hat - rund zehn Jahre. Man kann und muss dieses Bündnis weiter fortführen, aber auf einer anderen Grundlage. Amerika bleibt nach wie vor die wichtigste Supermacht auf der Welt, auch wenn sie nachlässt. Und ihre Interessen und fundamentalen Werte decken sich mit unseren."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » Polen
Westeuropa hört nicht auf Polen
Die linksliberale Tageszeitung Gazeta Wyborcza kritisiert, dass der EU-Ratspräsident Nicolas Sarkozy in Moskau zu milde gegenüber seinem russischen Amtskollegen Dmitri Medwedew aufgetreten sei. Sarkozy habe nicht für Polen gesprochen: "Das alte Europa hört nicht auf Polen, Litauer und Ukrainer. Das alte Europa will es sich nicht mit Russland verderben und hält die Unantastbarkeit der georgischen Grenzen nicht für wichtig genug, um die Beziehungen zu Russland zu verschlechtern. ... Wir können endlos erklären, dass es sich nicht um Russophobie, sondern um langjährige Erfahrung handelt. Und wenn nach Georgien, Moldawien und einigen anderen Staaten die Zeit kommt, dass Europa [von Russland] eingeschüchtert wird, werden wir zufrieden sagen können, dass wir gewarnt haben. Wir werden uns für anständig halten können. Nur: Die Sicherheit Polens wird von realen, auf gemeinsame Interessen gebauten Bündnissen gewährleistet, und nicht von moralischen Argumenten."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Sicherheitspolitik / Krisen / Kriege, » EU-Politik, » Polen, » Russland, » Europa, » Georgien
Polen und die Regierungsbildung in der Ukraine
In der Ukraine verhandeln die pro-russische 'Partei der Regionen' und die pro-westliche Partei 'Unsere Ukraine' von Staatschef Wiktor Juschtschenko über die Bildung einer Regierungskoalition. Bartosz Weglarczyk meint, Polen müsse sich zu diesen Entwicklungen äußern und sich nicht nur mit sich selber beschäftigen. Die polnische Regierung hatte die Akteure der Orangen Revolution tatkräftig unterstützt. "So wenig unsere Stimme zum Konflikt im Nahen Osten erwartet wird, so wichtig ist es, dass wir gehört und gesehen werden, wenn es um eine Krise gleich hinter unserer Grenze geht. Und da ist die polnische Diplomatie völlig verstummt - weder die Außenministerin noch der Premier oder der Präsident haben sich geäußert. Es liegt im grundliegenden nationalen Interesse Polens, dass die Ukraine eine pro-westliche Regierung hat und ihre Bemühungen um eine EU- und NATO-Mitgliedschaft fortsetzt. Doch die Regierung schweigt. In Warschau ist man mit der eigenen Hölle beschäftigt."
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