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Wenzel, Frank-Thomas


In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Frankfurter Rundschau - Deutschland | 29.05.2009

Hütchenspiele bei Opel

Zum vorläufigen Scheitern der Opel-Gespräche in Deutschland schreibt die linksliberale Tageszeitung Frankfurter Rundschau, die Verhandlungen seien auf dem "professionellen Niveau von Hütchenspielern" geführt worden: "Völlig unerwartet und nach stundenlangen Ringen im Kanzleramt lassen die Amerikaner die Katze aus dem Sack und fordern holterdiepolter zusätzliche 300 Millionen Euro als kurzfristige Liquiditätshilfe. Ein Desaster. Denn es geht eben nicht um Hütchenspiele, sondern um ein Unternehmen, dem schon bald das Geld ausgehen und das dann mit kaum absehbaren Folgen in die Insolvenz stürzen könnte. ... [Aber] erstens ist nicht die Bundesregierung für das vorläufige Scheitern der Opel-Rettungsverhandlungen verantwortlich zu machen. Der offenbar überforderte Abgesandte der US-Regierung ist zumindest nicht voll satisfaktionsfähig. Wohl aber der europäische Finanzchef von General Motors Enrico Digirolamo. Er sitzt im Opel-Aufsichtsrat, muss die finanzielle Lage des Unternehmens genau kennen und wissen, dass man die Bundesregierung nicht mit einem 20-prozentigen Spontanaufschlag auf die Liquiditätshilfe von 1,5 Milliarden Euro brüskieren kann."

Frankfurter Rundschau - Deutschland | 20.02.2007

Airbus kämpft mit der Krise

Nationales Proporzdenken verhindert nach Meinung von Frank-Thomas Wenzel eine zukunftsträchtige Sanierung des europäischen Raum- und Luftfahrtkonzerns EADS. "Der Konzern braucht langfristig eine Art paradoxe Intervention. Er muss sich von dem trennen, was bislang konstitutiv war: dem Proporzdenken. Fehler wie beim A380 kann sich EADS bei Fliegern der neuesten Generation (kleinere Langstreckenjets mit deutlich weniger Verbrauch) nicht noch einmal leisten... Die Antwort von Airbus kann nur heißen, die Fertigung zu konzentrieren, um sie effizienter zu machen. Das geht aber nur, sofern der politische Einfluss auf den Konzern massiv eingedämmt wird, was wiederum nur funktioniert, wenn sich die staatlichen Anteilseigner zurückziehen - ein komplizierter, mühsamer Prozess, zu dem es keine Alternative gibt, der aber langfristig Arbeitsplätze sichert. Damit würde gleichzeitig ein Grundwiderspruch des Gebildes EADS beseitigt: nämlich dass der transnationale Konzern bisher nationalen Interessen folgte."

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