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Winther, Bent
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Der deutsche Steuerskandal weitet sich aus
Der dänische Steuerminister Kristian Jensen zögert, Deutschland um Informationen aus der vom BND gekauften Liechtensteiner Datensammlung zu bitten, weil die Unterlagen gestohlen seien. Bent Winther vermutet, Jensen würde sich weniger vornehm gerieren, wenn es um die Erschleichung von Sozialhilfe oder Kindergeld ginge: "Statt davor zu scheuen, sich die Wohlhabenden und die über sie vorhandenen Informationen vorzunehmen, sollte die Regierung gemeinsam mit Deutschland gegen die Steuerschmarotzerländer Schweiz, Monaco, Isle of Man, Luxemburg und Liechtenstein vorgehen. Die EU hat jahrzehntelang ohne nennenswerten Erfolg versucht, Druck auf diese Länder auszuüben, damit sie ihre unsozialen Bankgeheimnisse aufgeben, die ihren Banken enorme Summen aus illegalen, nie besteuerten Vermögen einbringen."
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Dänische Regierung verliert ihre Mehrheit
Die konservative dänische Parlamentsabgeordnete Pia Christmas-Møller verlässt ihre Partei und macht als Unabhängige weiter. Damit hat das Regierungslager von Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen seine knappe Mehrheit im Folketing verloren. Die Zeitung kommentiert: "Falls die Regierung im neuen Parlament nicht zu einer kontinuierlichen Zusammenarbeit findet, besteht die Gefahr, dass sie von einer Krise in die nächste treibt. Der Übergang von der Mehrheitsposition zu immer neuen Verhandlungen bei jeder Einzelfrage ist nicht leicht. Aber auch die Opposition steht vor einer Herausforderung: Zum ersten Mal seit Jahren müssen sich die Sozialdemokraten zwischen harter Oppositionspolitik und einer pragmatischen Linie entscheiden. Wenn [die Chefin der Sozialdemokraten] Helle Thorning-Schmidt letzteres wählt, hat sie gute Chancen, eine Reihe weitreichender Reformen - von Steuer- und Sozialpolitik bis hin zu Asyl- und Klimapolitik - durchzudrücken."
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Ägyptischer Boykott dänischer Waren
Als Reaktion auf die in Dänemark veröffentlichten Mohammed-Karikaturen haben ägyptische Unternehmen begonnen, dänische Waren zu boykottieren. Damit versuchten sie, Demokratiedefizite im eigenen Land zu verdecken, findet der stellvertretende Chefredakteur Bent Winther, kritisiert aber auch den dänischen Ministerpräsidenten Anders Fogh Rasmussen. "Der Ministerpräsident hätte sich auf das von den Botschaftern arabischer Länder gewünschte Treffen einlassen sollen, wo er ihnen die Position der dänischen Regierung hätte darlegen können... Bekanntlich stärkt der Dialog das gegenseitige Verständnis, und die Diplomatie ist das letzte Ventil, bevor der Kessel überkocht und der Krieg ausbricht. Heute steht Anders Fogh Rasmussen in einer Ecke. Seine Dialog-Möglichkeiten sind erschöpft. Wenn er handelt, ist jedem klar, dass dänische Exportinteressen über Prinzipien stehen; wenn er nicht reagiert, wird sich der Boykott dänischer Waren vermutlich auf die ganze muslimische Welt ausweiten."
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